Erstmals Nr.1 in Währing

Erstmals Nr.1 in Währing

Liebe Währingerinnen und Währinger,

seit Oktober 2015 steht fest, dass wir Grüne unser Ziel erreicht haben und bei der Wahl stimmenstärkste Partei im Bezirk geworden sind. Und dass ich bald die erste grüne Bezirksvorsteherin Währings sein werde.

Nach dem ersten Medieninteresse komme ich nun endlich dazu, mich zu bedanken: Danke für das Vertrauen, das mir und uns Grünen so viele erwiesen haben – wir werden alles daran setzen, uns in den kommenden Jahren dieses Vertrauens würdig zu erweisen. Und ich hoffe auch, dass wir uns das Vertrauen von jenen erarbeiten, die dem Wechsel in Währing jetzt skeptisch gegenüber stehen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meinem Vorgänger Karl Homole herzlich bedanken. Über 25 Jahre Arbeit und Einsatz zeugen von großer Liebe zu Währing und viel Engagement für die Menschen hier im Bezirk.

Meine Angelobung und Amtsübernahme fand am 17. Dezember statt. Ich freu mich, wenn Sie sich mit Ideen und Anliegen bei mir melden – ich möchte Sie bei der Beantwortung nur um etwas Geduld bitten. Auch für die Antworten auf die Glückwünsch-, Anregungs- und Kritikmails brauch ich im Moment ein bisschen länger – es sind einfach so viele.

Ich freu mich darauf, in den nächsten Jahren mit Ihnen gemeinsam Währing zu gestalten

Warum der 11. Oktober für Währing so wichtig ist

Warum der 11. Oktober für Währing so wichtig ist

Am kommenden Sonntag wählen die meisten von uns gleich zwei Mal:
den Wiener Gemeinderat und eine der 23 Bezirksvertretungen.
(Anmerkung: EU-BürgerInnen sind nur im Bezirk wahlberechtigt und wählen daher nur einmal.)

Für Währing ist diese Wahl besonders wichtig:
In der Wiener Stadtverfassung ist festgelegt, dass die bei der Bezirksvertretungswahl stimmenstärkste Partei automatisch die Bezirksvorsteherin bzw. den Bezirksvorsteher stellt. Und erstmals seit 1945 ist es realistisch, dass das in Währing nicht mehr die ÖVP ist. Währing kann – mit Eurer Unterstützung – erstmals eine grüne Bezirksvorsteherin bekommen.

 

(Schon bei der letzten Bezirksvertretungswahl 2010 trennten uns Grüne von der ÖVP weniger als 5%. Und der Trend seither spricht eine klare Sprache: 2013 bei der Nationalratswahl nur mehr ganz knapp hinter der ÖVP, waren wir 2014 bei der Europawahl erstmals stimmenstärkste Partei im Bezirk. Das wollen wir auch am 11. Oktober schaffen.)

cc-by Leon Yaakov https://flic.kr/p/pWL1rJ
cc-by Leon Yaakov https://flic.kr/p/pWL1rJ

In der Zusammenarbeit zwischen Stadt Wien und den Bezirken haben die BezirksvorsteherInnen die Schlüsselrolle. Sie erhalten alle Informationen, mit ihnen werden Planungsvorhaben besprochen, sie erfahren von Initiativen der Stadt und können diese für den Bezirk nutzen – oder auch nicht. Währing hat hier in den letzten Jahrzehnten viele Chancen verpasst. Es braucht neue Ideen und neue Energie – Währing braucht einen Wechsel im Amtshaus.

Und weil die Handlungsmöglichkeiten einer grünen Bezirksvorsteherin in Währing doch davon abhängen, wer Wien regiert, zum Abschluss noch ein paar Anmerkungen zur Wien-Wahl:
(1) Die FPÖ wird in Wien nicht Erste.
(2) Selbst wenn dieser sehr, sehr unwahrscheinliche Fall eintritt, wird sie keine Koalition zustande bringen (Blau-Schwarz geht sich never-ever aus).
(3) Strache als Bürgermeister ist daher eine Phantom-Option für ein SP-FP-inszeniertes Wahlkampfduell.
(4) Die SPÖ beweist im Burgenland, in manchen Wiener Bezirken und mit ihrer Politik im Bund, dass sie kein verlässliches Bollwerk gegen Rechts ist.

WIRKLICH WICHTIG IST: Wer wird die nächsten 5 Jahre mit der SPÖ die Stadt regieren? Und wie stark wird dieser Koalitionspartner sein? – Und dazu kann man nur sagen: Was wir für Währing vorhaben, wird mit einer Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou ein bisserl leichter als mit einem Verkehrsstadtrat Juraczka…

Also: Wenn Ihr schon taktisch wählen wollt, bitte, bitte, verdribbelt euch dabei nicht –> Wer Rot-Grün will, muss Grün wählen!

Es wird ein knappes Rennen – und mit Deiner Stimme schaffen wir das! In Währing und in Wien.

Anrainerparken ohne Parkpickerl – ein ÖVP-Wahlkampfschmäh

Anrainerparken ohne Parkpickerl – ein ÖVP-Wahlkampfschmäh

Warum die Idee der ÖVP Währings Probleme nicht löst:

Das Hauptproblem in den überparkten Gebieten Währings: Touristen und Wochenpendler, die ihr Auto hier gratis abstellen. Das Parkpickerl zielt direkt auf dieses Hauptproblem: Kein Dauerparken mehr für Autos von außerhalb des Bezirks. Das reduziert die Anzahl der abgestellten Autos signifikant und bedeutet mehr Platz und weniger Verkehr für alle.

Die ÖVP, die ja das Parkpickerl seit Jahren blockiert, propagiert nun Anrainerparken statt Parkpickerl als Lösung für Währings Platzprobleme. Klingt originell, ist aber bei genauerer Betrachtung eine Scheinlösung: Mit Anrainerparken würde zwar ein Teil der Parkplätze für Autos aus dem Bezirk reserviert – auf dem Großteil der Parkplätze dürften allerdings weiterhin Wochenpendler und Touristen kostenlos dauerparken. Was sie wohl weiterhin nutzen würden.

Resultat: Die Autos werden nicht weniger und die Parkplätze nicht mehr. Das bringt keine Entlastung – außer in den glücklichen Momenten, wo bei der stundenlangen Parkplatzsuche der nächste frei werdende Parkplatz zufällig ein Anrainerparkplatz ist, den der vor mir kreisende Tourist und die hinter mir Parkplatz suchende Pendlerin nicht nehmen dürfen.

Hier noch zwei Gegenüberstellungen:
Anrainerparken_TabelleAnrainerparken_Grafik

Das Fahrrad – beliebtes Aufregerthema

Das Fahrrad – beliebtes Aufregerthema

Jeder Meter, der mit dem Rad gefahren wird statt mit dem Auto, ist für uns alle gut: Weniger Lärm, weniger Feinstaub, weniger klimaschädliches CO2. Radfahren braucht viel weniger Platz und die durch die Stadt fahrenden Drahtesel sind um vieles ungefährlicher als der Autoverkehr. Zukunftsweisende Verkehrspolitik muss das Radfahren fördern – gerade in der Stadt, wo die meisten Wege unter 5 km und daher fürs Fahrrad bestens geeignet sind.

Soweit, so logisch. Sollte man meinen. Denn erstaunlicher Weise ist das Fahrrad immer wieder Aufregerthema. Zeit, sich einmal mit den häufigsten Vorwürfen auseinander zu setzen:

Aufreger 1: Euch sind nur die Radfahrer wichtig. Das ist Klientelpolitik auf Grün!

Wir wollen nicht eine bestimmte Menschengruppe fördern, sondern umweltfreundliche Fortbewegungsarten: Öffis, Zufuß-Gehen, Radfahren. Die meisten von uns verwenden für ihre Wege unterschiedliche Verkehrsmittel. Und wenn uns Lebensqualität und Klimaschutz wichtig sind, dann müssen wir immer mehr davon ohne Auto zurücklegen.

Wien ist da, was den Öffentlichen Verkehr anlangt, vorbildlich. Die 365-Euro-Jahreskarte, Linienverbesserungen und die Parkpickerl-Erweiterung haben in den 5 Jahren Rot-Grün einen zusätzlichen Schub gebracht. Ausbaufähig ist im Vergleich mit anderen Städten immer noch das Radfahren.

Aufreger 2: Ihr wollt die Menschen zwangsbeglücken – aber nicht jeder will oder kann radfahren!

Niemand sagt, dass alle radfahren müssen. Ziel einer zukunftsorientierten Verkehrspolitik muss jedoch sein, dass immer mehr – Eltern mit Kindern, Jugendliche, Ältere – Lust haben und sich trauen.

Das hat mit Verkehrsorganisation zu tun: Tempobeschränkungen, Bodenmarkierungen, die das Vorhandensein von Radfahrenden sichtbar machen, radverkehrsfreundliche Ampelschaltungen und Einbahnregelungen, Begegnungszonen, fahrradfreundliche Straßen, Radwege.

20130504_Radaktionstag1Und das hat mit der Förderung vielfältiger Fahrradnutzung zu tun: Fahrrad-Anhänger für die Mitnahme von Kindern, Fahrräder mit Elektroantrieb für die Währinger Steigungen, Dreiräder für Erwachsene – anderswo bei älteren Menschen sehr beliebt, die nicht mehr so auf ihr Gleichgewicht vertrauen. Und auch Gewerbetreibende entdecken die Alternative zum Auto: eine Teppichreinigung, die die Teppiche per Lastenrad abholt, ein Supermarkt liefert per Lastenrad, eine Elektrofirma lässt ihre Monteure zu einfachen Störungen per Elektro-Scooter anfahren.

Es ist Verantwortung der Politik, dass das Radfahren als alltägliches Fortbewegungsmittel gesehen wird und nicht als Spleen von ein paar ausgeflippten Freaks.

Aufreger 3: Bei Autofahrern regt ihr euch über Regelübertretungen auf. Was ist mit den Radfahrern, die bei Rot über die Kreuzung fahren oder am Gehsteig unterwegs sind?

Gleich zu Beginn: Regelübertretungen sind nicht okay. Vor allem dann nicht, wenn sie andere gefährden. Wenn RadfahrerInnen auf Gehsteigen dahinbolzen, ist das ebenso zu ahnden, wie wenn sie Stopp-Tafeln oder rote Ampeln überfahren.

Ich geb aber zu, dass es hier für mich Grauzonen gibt: Eltern, die mit ihren radfahrenden Kindern vorsichtig am Gehsteig unterwegs sind, weil der Verkehr auf der Straße zu gefährlich ist (wie in Wien noch zu häufig der Fall). Oder Kreuzungssituationen, wo es für Radfahrende – nach vorheriger Prüfung – sicherer ist, die Kreuzung bei Rot zu überqueren (wie bei bestimmten Stellen am Gürtelradweg, wo linksabbiegende Autos queren).

Hier geht’s aus meiner Sicht nicht ums Strafen – hier geht’s darum, die Straßen fahrradsicher zu machen und auf den Autoverkehr ausgerichtete Regelungen neu zu gestalten. Und damit auch ein Klima der gegenseitigen Rücksichtnahme auf der Straße zu fördern.

Wo geht’s hier Richtung Zukunft?

Wo geht’s hier Richtung Zukunft?

Gestern abend auf der Mariahilfer Straße – Tag eins nach dem Eröffnungsfest. Ein lauer Sonntagabend, die Geschäfte sind geschlossen – und die Straße lebt: Eltern und Kinder auf dem Fahrrad, Spaziergänger und Joggerinnen, junge Pärchen auf den Bänken, ein älterer Herr hat es sich gemütlich gemacht und beobachtet die Szenerie. Ab und zu fährt ein Auto vorbei – in begegnungsgerechter Geschwindigkeit. Die Menschen im dichtverbauten 6. und 7. Bezirk haben nicht lange gebraucht, sich diesen neuen Freiraum anzueignen – und es ist eine Freude, ihnen dabei zuzusehen.

Das ist es, was der Kopenhagener Stadtplaner Jan Gehl „Stadt für Menschen“ nennt. Oder, wie es die Wiener Zeitung in ihrem Artikel letzten Freitag zu „Vassilakous Meisterstück“ beschreibt: „Weg von der autogerechten Straße der 70er und 80er, wo Fußgänger und Radfahrer nur eine Nebenrolle spielen und der öffentliche Raum dem Pkw untergeordnet wird.“

Mahü_EröffnungDie ÖVP steckt leider noch fest in dieser Idee von der autogerechten Straße der 70er und 80er. Wie hat sie gegen die neue Mariahilfer Straße gewettert! Hätte sie dort das Sagen, dann wäre die jetzt schönste Flaniermeile Wiens noch heute im täglichen Dauerstau.

In Währing erleben wir täglich, was diese Politik von vorgestern in der Praxis bedeutet: eine Gehsteigverschmälerung da, ein zubetonierter Grünstreifen dort, teure Ampeln statt wirksamer Einbremsung des Autoverkehrs, Ignoranz gegenüber Hunderten blockierten Straßenbahnen – und vor allem die Blockade des Parkpickerls.

Letzte Woche am Kutschkermarkt wurde ich gefragt, was wir Grüne denn außer dem Parkpickerl noch wollen für Währing. Die Liste ist lang: Unterstützung der lokalen Wirtschaft, mehr Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten, mehr Kulturinitiativen, Erhalt und Ausbau der Grünanlagen, mehr Gemeinschaftsgärten, sichere Schulwege, bessere Radfahr-Möglichkeiten, mehr Platz fürs Zufuß-Gehen, mehr Bürgerbeteiligung, usw. usw. Mehr dazu in den nächsten Wochen hier auf dieser Website.

Warum das Parkpickerl gerade deshalb ganz oben auf der Liste steht:
Eine Stadt, ein Bezirk, in dem wir uns zu Hause fühlen und Lust auf Engagement und Miteinander haben, braucht einladende öffentliche Räume: Straßen und Plätze mit Geschäften und Lokalen, mit Möglichkeiten zum Verweilen und Plaudern mit anderen Menschen, mit Platz zum Gehen und zum Stehen-Bleiben, zum Radfahren und zum Kinderwagen-Schieben.
In Währing gibt es viel zu wenig davon. Weil jeder freie Quadratmeter mit Autos vollgestellt ist. Und man trotzdem keinen Parkplatz findet, wenn man ihn braucht.

Noch knapp 10 Wochen bis zur Wahl. Noch 70 Tage, bis am 11. Oktober die Entscheidung fällt, ob Währing weiterhin in Stillstand und Blockade verharrt und ein großer Gratisparkplatz für Touristen und Wochenpendler bleibt. Oder ob unser Bezirk diese Blockade endlich auflöst. Es ist Zeit, dass Währing mit einer grünen Stimmenmehrheit und einer grünen Bezirksvorstehung den Weg für das Parkpickerl frei und damit den Schritt ins 21. Jahrhundert macht. Gemeinsam schaffen wir das – so wie die Mariahilfer Straße 🙂

Das Grüne Währing

Das Grüne Währing

Ein Bezirk als Vorbild für die ganze Stadt!

Währing ist einer der lebens- und liebenswertesten Bezirke Wiens. Viel Grün, gute Nahversorgung und engagierte BewohnerInnen machen die Lebensqualität in weiten Teilen unseres Bezirks aus.

Was seit langem fehlt: Weitsicht, Engagement und Unterstützung von Seiten der Politik. Bezirksvorsteher Homole und seine ÖVP haben wichtige Entwicklungen verschlafen; Stillstand und Ideenlosigkeit kennzeichnen die Entwicklung Währings in den letzten 20 Jahren.

Das möchten wir ändern. Das Grüne Währing wird Vorbild für ein gutes und gemeinsames Leben in dieser Stadt, ein Beispiel für Erhalt und Ausbau von Lebensqualität in einem ökologischen und sozial gerechten 21. Jahrhundert:

Im Grünen Währing fühlen sich die Menschen wohl. Auf den Straßen gibt es genug Platz für alle: für FußgängerInnen, RadfahrerInnen, für die öffentlichen Verkehrsmittel und dann auch für die Autos. Dazu leistet das Parkpickerl einen wichtigen Beitrag.

Im Grünen Währing können Kinder und alte Menschen gefahrlos über die Straße gehen. Es gibt mehr Zebrastreifen, die Autos werden eingebremst. Kinder fahren mit dem Fahrrad in die Schule, alte Menschen gehen gern spazieren, wir alle genießen Einkaufsbummel und Schanigärten – auf den breiten Gehsteigen der Währinger Straße ebenso wie auf der verkehrsberuhigten Gersthofer Straße. Es gibt kein Feinstaubproblem mehr, und im Sommer können wir bei offenem Fenster schlafen.

Das Grüne Währing schaut aufs Klima. Grünanlagen und grüne Innenhöfe werden erhalten, in den dicht verbauten Gebieten entlang des Gürtels mehr Grünräume geschaffen. Kinder können in Währing Natur erleben, es gibt tolle Spielplätze und selbst gestaltete Freiräume zum Austoben. Jugendliche haben eigene Bereiche in den Parks und Orte, wo sie sich ungezwungen und ohne Konsumzwang treffen können.

Im Grünen Währing gibt es genug Ruhezonen und Erholungsraum für die Erwachsenen, so dass wir am Wochenende nicht so oft aus der Stadt flüchten müssen. Biobauern aus dem Umland versorgen Währing mit gesunden Lebensmitteln – und das transportsparend. Am Kutschkermarkt, am Nepomuk-Vogl-Platz und in Gersthof.

Im Grünen Währing kümmern wir uns umeinander. Es gibt gute Kindergärten und Schulen, in denen Lernen Spaß macht und die Kinder und Jugendlichen ihren Weg finden, Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Lokale Zentren, Vereine und Pfarren werden gestärkt. Das Gespräch zwischen Menschen verschiedener Kulturen wird gefördert. Nähe schafft Vertrauen.

Das Grüne Währing fördert Engagement, Kreativität und Solidarität – und entwickelt damit die Demokratie in diesem Bezirk weiter. Bezirksvorstehung und öffentliche Mittel werden in den Dienst der Bevölkerung gestellt. Eine grüne Bezirksvorsteherin nutzt moderne Beteiligungsformen, um gemeinsam mit BürgerInnen und ExpertInnen Zukunftsfragen zu diskutieren, gute Lösungen zu erarbeiten und Konflikte auszugleichen. So werden wir WähringerInnen in die Entscheidungen des Bezirks eingebunden.

Das Grüne Währing braucht unseren Mut. Gemeinsam schaffen wir konkrete Ideen und Projekte, um solidarische und ökologische Alternativen auszuprobieren: Gemeinschaftsgärten, Reparaturbetriebe, Nachbarschaftsinitiativen. Das innovative, weltoffene Währing braucht uns alle: Karin, die in der bunten Schule unterrichtet, Yussuf, der eine Galerie in der Kutschkergasse eröffnet, und Maggie, die Expertin für Solarenergie, die in der Gentzgasse einen neuen Betrieb gründet.

Krempeln wir die Ärmel hoch und bewegen wir gemeinsam Währing. Machen wir unser Währing im 21. Jahrhundert zu einem lebendigen und lebenswerten Bezirk für alle. Machen wir Währing zum Grünen Währing!

 

Mit Grün endlich zum Parkpickerl

Mit Grün endlich zum Parkpickerl

Sie entscheiden am 11.10.2015: Wenn wir Grüne Erste werden, dann kommt das Parkpickerl in Währing.

Währings Problem Nr.1 ist so bekannt wie unerträglich: Die Straßen dichtverparkt, oft mehr als ein Viertel der Autos mit Nicht-Wiener Kennzeichen, schwierige Bedingungen für Lieferanten und Dienstleister,umweltschädlicher und zeitraubender Parkplatzsuchverkehr, Autos auf Gehsteigen und Grünstreifen.

Ein uraltes Problem

Das Problem ist ein uraltes: Schon in den 1990er Jahren, nach Einführung der Parkraumbewirtschaftung in den Innenbezirken,zeichnete sich sehr schnell ab,dass es eine Ausweitung Richtung Westen braucht. Währing hätte damals Vorreitersein können – die Situation in den gürtelnahen Gebieten mit WIFI, Volksoper und AKH hätte das mehr als gerechtfertigt.

Bezirksvorsteher Homole und seine ÖVP verpassten diese Chance. Schon damals verwandelten sie lieber Gehsteige und Grünstreifen in Parkplätze und riefen nach teuren Garagen, statt das wirkliche Problemanzugehen: dass Touristen und Pendler nun mal gerne mit dem Auto anreisen, solange es gratis Parkmöglichkeiten gibt.

Andere Bezirke haben die Chance genutzt

Für die Bezirke 12 und 14 bis 17 gehört dieses Problem seit zweieinhalb Jahren der Vergangenheit an. Nicht nur die nervige Parkplatzsuche ist zu Ende. Es haben sich auch viele Chancen aufgetan: Die Ottakringer Straße hat breitere Gehsteige, bequemere Bim-Stationen, Platz zum Spielen und Schanigärten.

Ein Teil der Palffygasse wurde von einer unwirtlichen Gasse mit schmalen Gehsteigen zu einem fußgängerfreundlichen öffentlichen Raum.

In der Kalvarienberggasse wurden Bäume gepflanzt, der Platz vor und hinter der S45-Station Hernals bekommt breite Gehsteige,Sitzbänke und viel Grün und die Schule in der Märzstraße hat jetzt einen großzügigen Vorplatz.

Währing wurde stattdessen von Karl Homole in eine Sackgasse geführt. Seine Taktik, mittels zweier Befragungen an der Bezirksvertretung vorbei das Parkpickerl zu verhindern, hat nicht nur die Parkplatzsituation in Währing weiter verschärft –weil noch mehr Touristen und Pendler den Bezirk als kostenlosen Parkplatz entdeckt haben. Die Konsequenzen gehen noch viel weiter: viel mehr Unfälle, unsichere Schulwege, asphaltierte Grünstreifen, kein Platz für Radwege, blockierte Straßenbahnen.

2015: Jetzt die Wende schaffen

Bei der Bezirksvertretungswahl am 11. Oktober2015 liegt es nun an uns allen, das zu ändern: Mit einer grünen Bezirksvorsteherin wird die Bezirkspolitik ihre Verantwortung wahrnehmen und das Parkpickerl in ganz Währing so rasch wie möglich einführen.

Gemeinsam schaffen wir das!

Mehr Grün ins Kreuzgassenviertel

Mehr Grün ins Kreuzgassenviertel

Alleen, große und kleine Grünflächen, Innenhöfe mit Baumbestand und begrünte Fassaden – Grün ist für die Lebensqualität in der Stadt von unschätzbarer Bedeutung. Währing braucht mehr davon.

Es tut dem Auge und der Seele gut, zwischen Häusermauern ein Stück Natur zu sehen, an blühenden Sträuchern vorbei zur Arbeit zu gehen, im Sommer unter Bäumen zu sitzen. Und Pflanzen, besonders Bäume, sind ökologisch unverzichtbar: Sie senken die Ozon-, Stickoxid-, SO2- und Kohlenmonoxid-Konzentration, sie filtern Feinstaub, erhöhen die Luftfeuchtigkeit,spenden Schatten und senken insgesamt die Temperaturen. Mit dem Klimawandel werden die Sommer heißer und Stadtbegrünung damit zu einer wichtigen Aufgabe für die Zukunft.

Währing hätte viel Platz für mehr Grün

Diese Aufgabe wird in Währing derzeit verschlafen.Im Kreuzgassenviertel gibt es viele Straßen, die mit mehr Bäumen das Grätzl lebenswerter machen würden. Doch in 25 Jahren Amtszeit Homole wurde hier kein einziger zusätzlicherBaum gepflanzt oder auch nur eine zusätzliche Grünfläche angelegt. Die Chance, durch ein Parkpickerl den Platz für diese Baumpflanzungen zu schaffen, wurde bewusst verhindert.

Zerstörung der grünen Innenhöfe

Dazu kommt die sukzessive Zerstörung der grünen Innenhöfe: Die Wohnqualität der Gründerzeitbebauung hängt wesentlich an ihnen. Seit Jahren ist es städtebauliches Ziel, sie möglichst nicht zu verbauen und Gärten wie Baumbestand zu erhalten.In der Praxis passiert häufig das Gegenteil:Im Zuge von Neubauten und Sanierungen werden ganze Grundstücke gerodet und mit Tiefgarage unterbaut. Die danach wiederhergestellten Gartenflächen auf den Garagen sind aufgrund der geringen Erdaufschüttung als Baumstandorte ungeeignet.Weder beim Bezirksvorsteher, der die Baumfällungsanträge durchwinkt, noch im ÖVP-geführten Bauausschuss gibt es dafür irgendein Problembewusstsein.

Genug von verpassten Chancen

Seit kurzem liegt nun ein neuer Anstoß für mehr Grün von Seiten der Stadt Wien auf dem Tisch: In Zusammenhang mit dem neuen Stadtentwicklungsplan STEP2025 wurde auch das Konzept eines Freiraumnetzes und lokaler Grünpläne entwickelt. Das gilt es für Währing zu nutzen: um beispielsweise Schubertpark und Ebner-Eschenbach-Park durch eine Allee zu verbinden,um den Anton-Baumann-Park auf die umliegenden Straßen auszuweiten, um den Freiraum in der Martinstraße bei der Blumengasse einladend zu gestalten.Nutzen wir diese Chance bei der kommenden Wahl und machen wir das Kreuzgassenviertel grün.

Gemeinsam schaffen wir das!

Gersthofer Straße: Lebensraum statt Auto-Rennbahn

Gersthofer Straße: Lebensraum statt Auto-Rennbahn

Die Gersthofer Straße ist für viele Menschen aus ihrem täglichen Leben nicht wegzudenken: Zum Einkaufen, als Schulweg oder als Spazierweg in den Türkenschanzpark. Sie ist die Lebensader eines ganzen Grätzls – und gleichzeitig ein ziemlich ungemütliches Pflaster: Die Autos fahren viel zu schnell, FußgängerInnen kommen nur über die Straße, wenn sie entweder todesmutig sind oder Umwege bis zur nächsten Ampel in Kauf nehmen; an Radfahren ist für die meisten sowieso nicht zu denken.

Wie gefährlich das ist, zeigt die seit Jahresbeginn vorliegende Unfallstatistik 2013: Für die Gersthofer Straße weist sie 18 Unfälle allein zwischen Kreuzgasse und Türkenschanzplatz aus. Eine Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit bei der Ampel Salierigasse/Bastiengasse hat in vier Stunden 70(!) Autos gezählt, die bei Rot über die Kreuzung fuhren.

Trotzdem will die ÖVP eine weitere Ampel – eine Scheinlösung, die noch dazu mindestens € 100.000 bereits in der Errichtung kostet.

Unser Ziel: Ein lebendiger Ort des Austauschs

GersthoferStr (1)Wenn wir Grüne am 11. Oktober stimmenstärkste Partei im Bezirk werden und damit die Bezirksvorsteherin stellen, gibt es in der Gersthofer Straße endlich die Chance für eine durchdachte, nachhaltige Gesamtlösung.

Ziel ist die Schaffung eines lebendigen Grätzlzentrums, in dem sich Menschen jeden Alters wohl fühlen und gerne aufhalten. Das hilft auch den Geschäften und Lokalen vor Ort, denn wo man sich gerne aufhält, erledigt man auch gerne Einkäufe und trifft sich im Schanigarten mit FreundInnen.

Mehr Sicherheit durch langsameren Autoverkehr

Dazu braucht es vor allem eine Verlangsamung des Autoverkehrs. Einfach und kurzfristig umsetzbar: die Einrichtung einer eigenen Öffi-Spur. Dadurch werden 10A und 41er beschleunigt und gleichzeitig der Autoverkehr auf eine Spur reduziert und langsamer. Zu-Fuß-Gehen und Radfahren werden endlich sicherer, FußgängerInnen können entspannt die Straßenseite wechseln.

Mittelfristig wollen wir ein Entwicklungsprojekt „Lebensraum Gersthofer Straße“, das diese Straße als Lebensraum und Grätzlzentrum ernst nimmt und gestaltet.

Beste Bildung für Währing

Beste Bildung für Währing

Für uns Grüne ist Bildung eines der wichtigsten Themen in diesem Wahlkampf. Mit mehr Ressourcen für die Jüngsten können wir für mehr Chancengleichheit sorgen. Damit investieren wir auch in die Stadt der Zukunft. Wir wollen, dass jedes Kind, unabhängig von Herkunft und sozialem Umfeld, die Garantie auf einen hochwertigen Kindergartenplatz ab dem zweiten Lebensjahr bekommt. Durch die dringend notwendige Aufwertung der Elementarpädagogik sollen die Besten für die Kleinsten frühe Förderung sicherstellen.

Wien muss in Bildung investieren
Schulen brauchen mehr Ressourcen. Die Mittel sollen nach Bedarf verteilt werden – und nicht bürokratisch. Als Bezirk mit vielen Schulen würde Währing von einer besseren Finanzierung der Standorte stark  profitieren. Wir wollen 1000 Lehrer_innen mehr für Wiens Pflichtschulen – und viele davon brauchen wir in Währing. Nur durch mehr Personal kann jedes Kind wenn notwendig zusätzlich gefördert werden, durch mehr Lehrkräfte – aber auch, wenn endlich administratives Personal die bürokratischen Aufgaben in der Schule übernimmt und die Pädagog_innen sich ganz den Kindern und Jugendlichen widmen können. Außerdem ist für uns klar: Parteibuch und Proporz müssen einen Schulverweis bekommen. Unsere Kinder verdienen nicht die, die beim Stadtschulrat am besten vernetzt sind, sondern die besten Pädagog_innen.

Ein Bezirk, der auf Kinder schaut statt auf Parkplätze

Speziell in Währing müssen die Schulwege wieder sicher werden. In den vergangenen Jahren hat die einseitige Fixierung auf den Individualverkehr dazu geführt, dass viele Eltern ihre Kinder nicht mehr ohne mulmiges Gefühl allein in die Schule fahren lassen. Währing muss wieder ein Bezirk mit sicheren Schulwegen werden. Das bedeutet unter anderem, den Verkehr auf der Gersthofer Straße zu entschärfen und dafür zu sorgen, dass die Straßenbahnen nicht mehr regelmäßig stecken bleiben. Auch das hat mit Bildung zu tun: Kinder, die autonom, sicher und gesund an der frischen Luft in die Schule kommen, lernen besser.

Bezirkspolitik hat keinen Einfluss auf Lehrpläne oder Klassenschülerhöchstzahlen – umso wichtiger, dass sie das tut, was in ihrem Einfluss liegt: Als Schulerhalter kann die Bezirksvorstehung im Schulbezirk Währing viel mehr zur Zusammenarbeit mit SchülerInnen, Lehrer_innen und Schuleiter_innen tun. Bei regelmäßigen runden Tischen oder über eine_n Schulbeauftragte_n können laufend Anliegen wie zur Ausstattung der Schulgebäude, die Gestaltung des Schulumfelds oder andere Probleme besprochen werden. Als aktiver Partner, und nicht bloß Verwalter, kann der Bezirk Schulen und engagierte Lehrer_innen bei ihren Projekten finanziell oder logistisch unterstützen. Wie wärs zum Beispiel mit einem Schüler_innengarten?

Unsere Währinger Straße ins 21. Jahrhundert bringen

Unsere Währinger Straße ins 21. Jahrhundert bringen

Grüne Vision für eine lebendige Einkaufsstraße

Wir WähringerInnen gehen gerne auf der Währinger Straße einkaufen. Ihr Geschäftemix, nach wie vor mit vielen EinzelhändlerInnen und nur wenigen Ketten, hat‘s uns angetan – finden wir hier doch nahezu alles, was wir im Alltag brauchen: von der Apotheke bis zum Blumengeschäft, von der Putzerei bis zur Eisenwarenhandlung, vom Kurzwarengeschäft bis zur Buchhandlung.

 

Heute: Unwirtliche Währinger Straße

Was man bei aller Liebe zu ihr aber auch sagen muss: Sie ist schon ziemlich unwirtlich, unsere Währinger Straße. Für eine Einkaufsstraße sind die schmalen Gehsteige ein Witz – einen Kinderwagen schieben und dann jemandem mit zwei Einkaufstaschen begegnen, das braucht schon ein richtiges Ausweichmanöver. Stehen bleiben und mit jemandem ein paar Worte wechseln, ist nahezu unmöglich. Unbequem sowohl für die, die’s eilig haben, als auch für die, die mit Kindern oder als Ältere mehr Zeit brauchen.

Dazu kommt der Verkehr: Beide Straßenseiten dicht verparkt, kaum Platz zum Straße-Überqueren. Die Autos sind meist zu schnell und zu dicht unterwegs, um gefahrlos auf die andere Seite zu kommen. Radfahren zwischen Schienen und ein- und ausparkenden PKWs, mit ungeduldigen AutofahrerInnen im Rücken ist vielen zu gefährlich. Zu Stoßzeiten staut es sich – mittendrin die Straßenbahn, die dann wegen schlampig geparkter Autos regelmäßig gleich ganz hängen bleibt.

Zukunft: Flaniermeile Währinger Straße

Es ist an der Zeit, dass wir mit unserer Währinger Straße den Schritt ins 21. Jahrhundert machen: Mit der Einführung des Parkpickerls schaffen wir endlich Platz. Damit können wir in den Seitengassen Kurzparkplätze schaffen und gleichzeitig die Währinger Straße von herumstehenden Autos befreien. Wir machen endlich die Gehsteige so breit, dass Zufußgehen, Einkaufen, Flanieren Spaß macht. Dass der schnelle Einkauf nach dem Büro leichter wird, und auch das Stehen-Bleiben und in Ruhe Auslagen-schauen, der Einkaufsbummel mit Kind und Kegel und der kurze Tratsch in einem der kleinen Schanigärten oder am Kaffeetischerl vorm Geschäft.

Die Straßenbahn ist zuverlässig und zügig unterwegs – keiner kann sich mehr vorstellen, dass sie früher durch ein-, aus- und falsch parkende Autos mehrmals täglich blockiert war. Und es sind viel mehr Menschen mit dem Rad unterwegs, seit die parkenden Autos weggefallen sind und der Autoverkehr weniger und langsamer ist.

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Wie wir den Autoverkehr verringern können, das werden wir gemeinsam diskutieren – BürgerInnen, ExpertInnen, Geschäftsleute und Bezirkspolitik. Beispiele gibt es viele – in Wien (z.B. Neubaugasse, Westbahnstraße, Mariahilfer Straße, Ottakringer Straße) und in anderen Städten (z.B. Kopenhagen, Barcelona, New York, Paris) – sie alle zeigen auf unterschiedliche Weise, wie aus reinen Autostraßen Lebensraum wird. Gemeinsam werden wir auch dafür eine gute Lösung finden, die auch aus unserer Währinger Straße wieder Lebensraum für alle und eine auch in Zukunft prosperierende Einkaufsstraße macht.

Natur in die Stadt bringen

Natur in die Stadt bringen

Währing wird oft als „grüner“ Bezirk bezeichnet – seiner vielen Grünflächen wegen: Türkenschanzpark, Pötzleinsdorfer Schlosspark, das von Gärten geprägte Cottageviertel, die Baumreihen entlang vieler Straßen in Gersthof und die alten Bäume in den Innenhöfen der

Lebensraum für uns alle
Unser Bezirk gewinnt dadurch Freiraum für alle, Spielräume, Sportplätze, Treffpunkte, Sonnengenuss, Rodelhänge, Raum zum Spazieren und Verweilen. Wir spüren die sommerliche Hitze weniger als in anderen Teilen Wiens – denn die Bäume und Wiesenflächen kühlen unseren Bezirk auf natürliche Weise. Die Grünstreifen und Baumreihen wirken als Filter für Schadstoffe und als Lärmschutz; sie nähren Insekten, die auch unsere Balkonpflanzen bestäuben und uns dort das eine oder andere Gemüse ernten lassen.

Von Bezirksvorsteher Homole und der ÖVP wird die Wichtigkeit dieser Flächen allerdings seit Jahrzehnten negiert: Viele Grünstreifen in Innerwähring und zuletzt auch in Gersthof wurden zubetoniert, um Parkplätze zu schaffen. Alte Bäume und grüne Innenhöfe mussten Immobilienverwertungsprojekten weichen. Und das Kreuzgassenviertel wartet schon viel zu lange auf die dringend benötigten Baumpflanzungen.

16575051454_ddb422ba31_oMit einer grünen Bezirksvorsteherin werden wir die Wende schaffen: Unsere Grün- und Freiräume müssen geschützt und wieder erweitert werden! Wir brauchen neue Bäume im Kreuzgassenviertel, mehr grüne Fassaden und Gemeinschaftsgärten. Und wir müssen die grünen Innenhöfe vor Immobilienspekulation schützen.

Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Das ist für unsere Lebensqualität wichtig und auch für die Natur selbst: Wir stehen dafür ein, die natürliche Vielfalt und die Vernetzung von Lebensräumen soweit als möglich sichtbar zu machen und in der Planung zu berücksichtigen. Was das im Einzelfall bedeutet, kann sehr unterschiedlich sein: Totholz oder Laubhaufen in Parks als Lebensraum für Käfer, Vögel oder Igel; seltener gemähte Wiesen am Straßenrand für vielfältigeren Blumen- und Gräserbestand; Entsiegelung von Flächen, um Versickerung und damit Wassernachschub für unsere Bäume zu gewährleisten – es gibt eine Fülle an Möglichkeiten!

Gemeinsam schaffen wir das!

S1640106Es gibt viel zu tun – und das kann die Politik nicht allein: Projekte mit Schulen, Guerilla Gardening oder Naturführungen in der Stadt – wir freuen uns darauf, Währing mit Ihnen gemeinsam noch ein Stück grüner zu machen!

 

Grün bauen in Währing

Grün bauen in Währing

Dieser Sommer war eine Herausforderung. Wer konnte, hat die Stadt verlassen oder zumindest Nähe zu Wasser und Grün gesucht. Und die baupolitischen Forderungen der Währinger Grünen wurden von der Wetterlage eindrucksvoll bestätigt.

Schutz und Ausbau der grünen Innenhöfe

Die grünen Innenhöfe sind in den letzten Jahren unter Druck geraten. Sie werden bei Neuerrichtungen, aber auch bei Sanierungen mit Tiefgaragen unterbaut. Die danach wieder hergestellten Grünflächen sind aufgrund der geringen Erdüberschüttung als Baumstandorte ungeeignet – ein unglaublicher Schaden für das Mikroklima, die Luft- und Grundwasserqualität. Ein Baum kann übrigens durch seine hohe Verdunstungsleistung die unmittelbare Umgebungstemperatur um bis zu 5 Grad Celsius senken. Eine grüne Bezirksvorstehung wird – anders als die gegenwärtige – ihr Einspruchsrecht bei Baumfällungsanträgen wahrnehmen und sich aktiv in die gängige Rodungspraxis einmischen. Aber nicht nur in Innenhöfen, auch auf Dächern und Fassaden wollen wir es wachsen und grünen lassen, um auf diese Weise natürliche, lokale „Klimaanlagen“ zu fördern. Gemeinsam mit unserer Landesorganisation setzen wir uns dafür ein, dass Begrünungsmaßnahmen bei Neubauten Standard werden.

Leistbarer Wohnbau auch in Währing

Wien wächst jährlich um rund 30.000 Menschen und wird bereits 2029 zur 2-Millionen-Stadt. Das freut die Immobilienwirtschaft. Auch in Währing macht sich der allgegenwärtige Bauboom bemerkbar. Allerdings nicht, um den dringenden Bedarf an leistbaren Wohnraum zu decken, sondern eher um das Bedürfnis nach schneller Rendite zu befriedigen. Immer öfter ist zu beobachten, dass alte Gründerzeithäuser abgerissen und an ihrer Stelle neue, mehr Gewinn abwerfende Bauten errichtet werden. Eine grüne Bezirksvorstehung wird aktuelle Bauprojekte sehr genau in Augenschein nehmen und dort, wo eindeutig Spekulation im Spiel ist, aktiv werden. Ausnahmen von der Bauordnung, die einzig der Quadratmetermaximierung dienen, werden von uns nicht so unkritisch wie derzeit von der ÖVP durchgewinkt werden.

Und wo immer es in unserem Bezirk möglich ist, werden wir uns für gemeinnützige Bauprojekte einsetzen – wie wir es auch bei dem frei gewordenen Betriebsgrundstück der Neustifter Friedhofsgärtnerei getan haben, wo nun geförderte, leistbare Wohnungen errichtet werden. Dass Wien so eine lebenswerte und friedliche Stadt ist, hat ganz wesentlich mit der sozialen Durchmischung aller Bezirke zu tun. Die gilt es auch in Währing zu erhalten und zu fördern.

Grüne Baupolitik denkt wirtschaftliche, soziale und ökologische Herausforderungen zusammen – im Sinne lebendiger und gerechter Stadtentwicklung auf der Höhe der Zeit.

Mehr Fahrrad für Währing

Mehr Fahrrad für Währing

Wenn mehr Rad gefahren wird, ist das für uns alle gut: Weniger Lärm, weniger Feinstaub, weniger klimaschädliches CO2.

Die Temperaturen steigen, der Frühling kommt. Und Radfahren macht wieder so richtig Spaß. Bewegung machen, schnell und umweltfreundlich unterwegs sein – das ist es, was Radfahrende an ihrem Verkehrsmittel schätzen. Keine Parkplatzsuche, kein Stau, kein Warten auf Bim oder Bus – die meisten in der Stadt zurückgelegten Wege sind kürzer als 5 km, und da ist das Fahrrad unschlagbar.

Radfahren ist für uns alle gut

Wenn mehr Rad gefahren wird, ist das für uns alle gut: Weniger Lärm, weniger Feinstaub, weniger klimaschädliches CO2. Radfahren braucht viel, viel weniger Platz als Autoverkehr. Fahrend, wie stehend. Und nicht zuletzt – allen Diskussionen um Fahrradrowdies zum Trotz – sind sich durch die Stadt bewegende Drahtesel um vieles ungefährlicher als motorenbetriebene Blechkutschen.

Radfahren ist also so etwas wie eine Win-Win-Win-Geschichte für den Einzelnen, für die Allgemeinheit und für die Umwelt.

Zukunftsvision vom Grünen Währing

In unserer Zukunftsvision von einem Grünen Währing fahren die Menschen deshalb auch gerne und viel Rad – zum Einkaufen, in die Arbeit und mit dem Kind im Kindersitz oder Radanhänger zum Kindergarten. Jugendliche können mit dem Fahrrad in die Schule fahren, ohne dass ihre Eltern sich Sorgen machen müssen. Bei S45 und U6 gibt es ausreichend sichere Abstellanlagen, und mehrere „Luftstationen“ im Bezirk zum schnellen, unkomplizierten Reifen-Aufpumpen.

Jede Schule und jede öffentliche Einrichtung ist gut ans Radnetz angebunden, und vor allem gibt es durchgängige sichere Radverbindungen quer durch Währing, von Pötzleinsdorf bis in die Innenstadt, von der Jörger Straße und Hernalser Hauptstraße bis zur Billroth- und Peter-Jordan-Straße.

Gemeinsam schaffen wir das!

Nichts los in Währing….

Nichts los in Währing….

In Währing ist es viel zu oft öd. Das Leben spielt sich in den Wohnungen oder in Lokalen anderer Bezirke ab. Schanigärten und Bars, Orte zum Verweilen – all das sucht man vergebens. Währing ist ein verschlafener Bezirk, ein riesiger Parkplatz ohne Leben.

Dabei steckt gerade in Währing unglaubliches Potenzial: schöne Parks, große Plätze, viele kreative Menschen, die ihre Ideen einbringen wollen. Die Hälfte der Bevölkerung Währings ist unter 39, und außerdem ist Währing der Bezirk mit der höchsten Schuldichte Österreichs. Grund genug, den 18. zu entstauben, Orte zu schaffen, wo auch wir Junge uns entfalten können.

Öffentlicher Raum muss mehr sein als Abstellplatz von Autos. Öffentlicher Raum in der Stadt muss ein pulsierender Ort der Begegnung sein. Plätze, Parks und leerstehende Lokale können für Jugendangebote genützt werden – auch ohne Konsumpflicht, damit Freizeitgestaltung für alle möglich ist. Angst vor dem Schulweg, nicht existente Fahrradinfrastruktur – das alles sollte längst der Vergangenheit angehören. Wohnen in Währing für ein ausgewähltes Klientel? Nicht mit uns! Es braucht leistbare Startwohnungen.

Damit wir Jungen nicht weiter überhört und übergangen werden, braucht es eine Bezirksvorsteherin, die mit uns Jugendlichen regiert. Nur mit Silvia Nossek bekommt die Jugend eine starke Stimme und Raum, mitzugestalten. Gemeinsam schaffen wir das!
Bildcredits: cc-by-nc sima dimitric

Lokale Wirtschaft fördern

Lokale Wirtschaft fördern

Wir leben in einer globalisierten Welt. Und trotzdem findet Wirtschaft für Vieles und Viele im Bezirk statt. Nahversorgung, funktionierende Infrastruktur, lokales Gewerbe – das schafft Arbeitsplätze, ermöglicht kurze Wege im Alltag und ist unverzichtbar für die Lebensqualität im Bezirk. Ohne Märkte, Gasthäuser und Cafés, ohne die Geschäfte in der Währinger Straße, ohne Kulturschaffende und Buchhandlung wäre Währing ein reiner Schlafbezirk.

Noch als grüne Bezirkssprecherin hat Silvia Nossek begonnen, Nahversorgung sichtbar zu machen und die Vernetzung lokaler Initiativen zu fördern. „Straßen Leben im Kreuzgassenviertel“ und „Straßen Leben in Gersthof“ waren zwei grüne Fotokunstprojekte, die Selbständige im Kreuzgassenviertel und in Gersthof porträtierten und im öffentlichen Raum ausstellten. Die Ausstellung machte publik, was Geschäftsleute für das Leben ihres Umfelds bedeuten und wie sie mit ihren Geschäften und Lokalen das Gesicht des Grätzls prägen.

http://www.schmid-photography.com/michael_schmid_photography_vienna/Straßen_Leben_im_Kreuzgassenviertel.htm

http://www.schmid-photography.com/michael_schmid_photography_vienna/Straßenleben_Gersthof.html

Als Bezirksvorsteherin wird Silvia Nossek die Vernetzung und Zusammenarbeit der Wirtschaftstreibenden weiter fördern und gemeinsam mit den Unternehmen an mehr Nachhaltigkeit im Bezirk arbeiten: Währing bekommt ein Reparaturzentrum, es gibt Lieferdienste per Lastenfahrrad und besondere Aufmerksamkeit für lehrlingsausbildende Betriebe. Eine florierende Nahversorgung belebt nicht nur den Bezirk, sie schafft Arbeitsplätze und macht Währing zu einem Vorbild, wie Klimaschutz zu mehr Lebensqualität führt: als Bezirk der Flaniermeilen, schattiger Gastgärten und einer Kulturszene, die gleichermaßen weltoffen wie lokal geerdet ist.

Zwar verfügt die Bezirkspolitik nicht über viel Geld – bei der Förderung der lokalen Wirtschaft geht es aber vor allem darum, Engagement, Initiativen und Unternehmertum der WähringerInnen zu unterstützen. So stellt sich am florierenden Kutschkermarkt die Frage, wie der Markt wachsen kann, während am Nepomuk Vogl Platz ein kluges Stadtteilmanagement gefragt sein wird. Währings KünstlerInnen werden andere Unterstützung brauchen als Mobilitäts-Start ups. Noch schlummert viel Unternehmergeist in Währing. Wecken wir ihn. Gemeinsam schaffen wir das!

Mitreden statt Abnicken: Grüne Bürgerbeteiligung

Mitreden statt Abnicken: Grüne Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung findet in Währing derzeit kaum statt: BürgerInnen werden nicht in Planungen einbezogen, ihre Lösungsideen werden nicht berücksichtigt, ihre Bedürfnisse nicht erhoben. Sie dürfen manchmal per Kreuzerl zu einer vorgegebenen Frage ja oder nein sagen – warum die Frage so gestellt wird und wer jeweils befragt wird, bleibt meist undurchsichtig. Echte Beteiligung sieht anders aus!

Planungswerkstatt als niederschwellige Anlaufstelle

Zuallererst müssen BewohnerInnen des Bezirks rechtzeitig wissen, was geplant ist, um sich dazu äußern zu können. Eine offene Planungswerkstatt kann darüber niederschwellig Information bieten und Anlaufstelle für Kritik, offene Fragen, Anregungen und direkten Kontakt sein.

Gemeinsam Lösungen erarbeiten

Große Projekte brauchen die Beteiligung aller. Das beginnt bereits bei der Definition des Problems und beim Entwerfen der Lösungsoptionen. AnrainerInnen und andere Betroffene wie Wirtschaftstreibende und SchülerInnen sowie ExpertInnen sind daran beteiligt.

Echte Beteiligungsprojekte sind länger andauernde Prozesse und bedeuten für alle Beteiligten Arbeit und ernsthafte Auseinandersetzung. Das Ergebnis wird in der Regel nicht die Meinung einer Gruppe allein sein, sondern der beste Kompromiss, der möglichst viele Bedürfnisse berücksichtigt.

Gerade bei komplexen Projekten wie beispielsweise die Entwicklung der Gersthofer Straße und ihrer Umgebung oder die Neugestaltung der Währinger Straße ist breite Beteiligung sinnvoll – für gute Lösungen und für hohe Akzeptanz.

Entscheidungen treffen

Um im politischen Alltag klug und vorausschauend zu entscheiden, ist Offenheit und Kooperation das Um und Auf: Ständige Vernetzung mit Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen, Wirtschaft, engagierten BürgerInnen und ExpertInnen aus verschiedensten Bereichen prägen die Arbeit der Grünen – und werden auch in der Arbeit einer grünen Bezirksvorstehung bestimmend sein.

Bildcredits: cc-by-nc-sa Klimabündnis

Währing wieder lebenswert machen

Währing wieder lebenswert machen

Silvia, du willst bei der Wahl im Oktober Währings erste grüne Bezirksvorsteherin werden. Was sind deine wichtigsten Anliegen für die Zukunft unseres Bezirks?

Als allererstes natürlich das Parkpickerl. Und dann: Bäume ins Kreuzgassenviertel, die Währinger Straße zur fußgängerfreundlichen Flaniermeile machen, den Verkehr in der Gentzgasse und in der Gersthofer Straße beruhigen, sichere Schulwege, mehr Platz für das Leben in der Stadt schaffen – sei es am Kutschkermarkt, im Anton-Baumann-Park oder am Aumannplatz. Und nicht zuletzt den Immobilienkonzernen Einhalt gebieten, um Gründerzeitcharakter und grüne Innenhöfe zu erhalten.

Warum ist dir das Parkpickerl so wichtig? Nur damit die WähringerInnen genug Parkplätze haben?

Natürlich ist es wichtig, dass diese nervige Parkplatzsucherei ein Ende hat.Das ist aber nur ein Aspekt. Vor allem schafft das Parkpickerl Platz für vieles, was jetzt kaum umsetzbar ist: Radwege, breitere Gehsteige, großzügige Aufenthaltsbereiche vor Schulen und Kindergärten, freie Fahrt für die Straßenbahn. Es sind weniger Autos unterwegs, und damit werden auch Schulwege sicherer. Und es gibt weniger Lärm. Man glaubt nicht, wie viele Menschen sich bei uns beschweren, weil montags ab 6 Uhr die Autos parkplatzsuchend um ihren Häuserblock kreisen. Das Parkpickerl ist für alle WähringerInnen ein wichtiger Schlüssel zu mehr Lebensqualität – ob sie nun ein Auto haben oder nicht!

Warum hast du dich zu dieser Kandidatur entschieden?

Ich wohne jetzt seit 27 Jahren in Währing – das ist mehr als mein halbes Leben. Der Bezirk ist mir so richtig ans Herz gewachsen – er ist ja auch einer der lebenswertesten Wiens. Und gerade wenn einem seine Umgebung so ans Herz wächst, tut es doppelt weh, wenn Dinge schief laufen. Wenn die Entwicklung so weitergeht wie in den letzten 20 Jahren, dann wird Währing Stück für Stück seine Lebensqualität verlieren.Und da bin ich halt eine, die lieber anpackt, als lang herum zu jammern.

Was läuft denn schief in Währing?

Seit Jahren werden Chancen verpasst, Entwicklungen verschlafen, Probleme ignoriert. Die Blockade des Parkpickerls hat Währing zum großen Gratisparkplatz für Pendler und Touristen gemacht. Im Bezirksvergleich hat Währing eine katastrophale Unfallbilanz, die meisten Straßenbahnblockaden und hinkt völlig hinterher, was Radverkehrsanlagen oder Radabstellmöglichkeiten anlangt.

Worauf führst du das zurück?

Die ÖVP regiert den Bezirk seit 1945, Karl Homole ist seit 25 Jahren Bezirksvorsteher – da gibt’s einfach keine Kraft und keine Ideen mehr. Und sie sind in vielen Bereichen – Verkehr, öffentlicher Raum, Kultur, Bildung – in den 1970er- und 1980er-Jahren stecken geblieben.

Was sind denn deine Vorbilder für die Veränderung in Währing?

Oh, da gibt es viel. Wenn man sich in anderen Bezirken und Städten umschaut, dann hat man vielerorts schon verstanden, was städtische Lebensqualität im 21.Jahrhundert ausmacht: mehr Grün, sichere und durchgängige Radverbindungen, Straßen und Plätze, auf denen man gerne zu Fuß unterwegs ist, sich gerne hinsetzt oder auch mal einen Kaffee trinkt. Jüngste Beispiele in Wien sind die Umgebung der S45-Station Hernals, die Ottakringer Straße, die Schul-Vorplätze in der Märzstraße und in der Kandlgasse und natürlich die Mariahilfer Straße.

Das klingt ja alles sehr ambitioniert.

Ja, langweilig würde mir wohl nicht. Aber so eine Aufgabe kann man ohnehin nicht im Alleingang stemmen. Es gibt in Währing viele Initiativen, auf deren Wissen und Engagement jede Bezirksvorstehung bauen kann und bauen sollte: ob das nun die Initiative der Kutschkermarkt-Geschäftsleute ist, der Cottage-Verein oder die Pfarren. Und ich hab ein tolles Team: mit Marcel Kneuer, Robert Zöchling und Ute Greimel-Rom viel bezirkspolitische Erfahrung und dazu auch neue KandidatInnen mit frischer Energie und neuen Ideen. Wir warten nur darauf, die Ärmel hochzukrempeln und den Bezirk wieder auf Zukunftskurs zu bringen.

Und wie schätzt du die Chancen für einen Wahlerfolg am 11. Oktober ein?

Es wird ein knappes Rennen – aber ich hör von vielen Menschen, dass es einfach Zeit ist für einen Wechsel in Währing. Und deswegen bin ich überzeugt: Gemeinsam schaffen wir das!

Warum eigentlich grün?

Warum eigentlich grün?

Es muss irgendwann im Jahr 1989 gewesen sein. Ich hab gerade ein Jahr lang in Währing gewohnt und eine aufregende Zeit hinter mir: Studienabschluss, Berufseinstieg, erste eigene Wohnung. Es lief gut, ich war mit mir zufrieden und damit, wie mein erwachsenes Leben Gestalt annahm – und doch war da Unbehagen:

Immer mehr Autos – wo doch spürbar wurde, dass das die Lebensqualität in der Stadt auf Dauer nicht verträgt. Um uns herum weiterhin jede Menge Atomkraftwerke – obwohl Tschernobyl gerade eben passiert war. Energie- und Ressourcenverbrauch jedes Jahr größer, höher, schneller – und gleichzeitig immer offensichtlicher, dass das so nicht zukunftsfähig ist.

In dieses Unbehagen hinein lag dann irgendwann eine Aussendung der noch jungen Währinger Grünen im Postkasten. Mit der Frage nach Mitarbeit. Ich schrieb hin. Sie schrieben zurück.

Etwas mehr als ein Jahr später war ich Spitzenkandidatin und mit der Wahl 1991 Grüne Klubobfrau in der Währinger Bezirksvertretung. Es war eine aufregende Zeit: Organisationsaufbau im Bezirk und auf Stadtebene, Lernen des politischen Handwerks, Entschlüsseln von Machtmechanismen und Ausprobieren, welche Hebel das zähe schwarz-rote Machtgefüge doch ein wenig in Bewegung bringen. Acht intensive Jahre – bist ich 1999 mein Mandat zurücklegte. Ich hatte gerade Beruf gewechselt und eine intensive Ausbildung vor mir – das nahm meine volle Aufmerksamkeit in Anspruch. Und außerdem war ich schon damals überzeugt, dass Funktions- und Perspektivenwechsel hin und wieder nützlich sind, um Horizonte zu weiten und Standpunkte beweglich zu halten.

Denn losgelassen haben mich die politischen Fragen natürlich nicht. Und so begann ich 2004, aus der gewonnenen Distanz heraus, mich in der Politischen Bildung zu engagieren. Im Rahmen der Grünen Bildungswerkstatt Veranstaltungen, Lehrgänge und Seminare zu konzipieren und durchzuführen, Grünen, Grün-Sympathisierenden und nicht zuletzt auch mir selbst Räume für Diskussion und Auseinandersetzung zu bieten – das hat viel Freude gemacht, und ich hätte das auch noch gerne eine Zeit lang weiter machen können. Wenn da nicht eine neue Herausforderung gewartet hätte:

2009 war die Funktion der Wiener LandessprecherIn vakant. Zu diesem Zeitpunkt eine ziemliche Herausforderung – ging es doch um nicht mehr und nicht weniger, als die Wiener Grünen strategisch und organisatorisch auf eine allfällige Regierungsbeteiligung nach der Wahl 2010 vorzubereiten. Ich kandidierte, ich wurde gewählt – und damit begannen die bis dahin wohl intensivste drei Jahre meines politischen Engagements: Wahlkampf, Koalitionsverhandlungen und die neue Herausforderung der Regierungsarbeit forderten jede Menge Zeit, Energie und organisationsentwicklerisches Knowhow, das ich dank meines Berufs auch einbringen konnte.

Der Rollenwechsel war anstrengend, aber auch höchst reizvoll: Nicht mehr aus der Opposition nur kritisieren und unbedankt Ideen liefern, sondern selbst Verantwortung übernehmen und gestalten. Dass es diese Chance nun auch in Währing gibt, ist besonderer Ansporn. Und so musste ich nicht lange überlegen, als die Währinger Grünen mich fragten, ob ich diese Aufgabe übernehmen will: Spitzenkandidatin für die bevorstehende Wahl und dann, wenn wir die Nummer 1 werden, erste grüne Bezirksvorsteherin von Währing.

Silvia Nossek