Unsere Währinger Straße ins 21. Jahrhundert bringen

Grüne Vision für eine lebendige Einkaufsstraße

Wir WähringerInnen gehen gerne auf der Währinger Straße einkaufen. Ihr Geschäftemix, nach wie vor mit vielen EinzelhändlerInnen und nur wenigen Ketten, hat‘s uns angetan – finden wir hier doch nahezu alles, was wir im Alltag brauchen: von der Apotheke bis zum Blumengeschäft, von der Putzerei bis zur Eisenwarenhandlung, vom Kurzwarengeschäft bis zur Buchhandlung.

 

Heute: Unwirtliche Währinger Straße

Was man bei aller Liebe zu ihr aber auch sagen muss: Sie ist schon ziemlich unwirtlich, unsere Währinger Straße. Für eine Einkaufsstraße sind die schmalen Gehsteige ein Witz – einen Kinderwagen schieben und dann jemandem mit zwei Einkaufstaschen begegnen, das braucht schon ein richtiges Ausweichmanöver. Stehen bleiben und mit jemandem ein paar Worte wechseln, ist nahezu unmöglich. Unbequem sowohl für die, die’s eilig haben, als auch für die, die mit Kindern oder als Ältere mehr Zeit brauchen.

Dazu kommt der Verkehr: Beide Straßenseiten dicht verparkt, kaum Platz zum Straße-Überqueren. Die Autos sind meist zu schnell und zu dicht unterwegs, um gefahrlos auf die andere Seite zu kommen. Radfahren zwischen Schienen und ein- und ausparkenden PKWs, mit ungeduldigen AutofahrerInnen im Rücken ist vielen zu gefährlich. Zu Stoßzeiten staut es sich – mittendrin die Straßenbahn, die dann wegen schlampig geparkter Autos regelmäßig gleich ganz hängen bleibt.

Zukunft: Flaniermeile Währinger Straße

Es ist an der Zeit, dass wir mit unserer Währinger Straße den Schritt ins 21. Jahrhundert machen: Mit der Einführung des Parkpickerls schaffen wir endlich Platz. Damit können wir in den Seitengassen Kurzparkplätze schaffen und gleichzeitig die Währinger Straße von herumstehenden Autos befreien. Wir machen endlich die Gehsteige so breit, dass Zufußgehen, Einkaufen, Flanieren Spaß macht. Dass der schnelle Einkauf nach dem Büro leichter wird, und auch das Stehen-Bleiben und in Ruhe Auslagen-schauen, der Einkaufsbummel mit Kind und Kegel und der kurze Tratsch in einem der kleinen Schanigärten oder am Kaffeetischerl vorm Geschäft.

Die Straßenbahn ist zuverlässig und zügig unterwegs – keiner kann sich mehr vorstellen, dass sie früher durch ein-, aus- und falsch parkende Autos mehrmals täglich blockiert war. Und es sind viel mehr Menschen mit dem Rad unterwegs, seit die parkenden Autos weggefallen sind und der Autoverkehr weniger und langsamer ist.

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Wie wir den Autoverkehr verringern können, das werden wir gemeinsam diskutieren – BürgerInnen, ExpertInnen, Geschäftsleute und Bezirkspolitik. Beispiele gibt es viele – in Wien (z.B. Neubaugasse, Westbahnstraße, Mariahilfer Straße, Ottakringer Straße) und in anderen Städten (z.B. Kopenhagen, Barcelona, New York, Paris) – sie alle zeigen auf unterschiedliche Weise, wie aus reinen Autostraßen Lebensraum wird. Gemeinsam werden wir auch dafür eine gute Lösung finden, die auch aus unserer Währinger Straße wieder Lebensraum für alle und eine auch in Zukunft prosperierende Einkaufsstraße macht.

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