Anrainerparken ohne Parkpickerl – ein ÖVP-Wahlkampfschmäh

Anrainerparken ohne Parkpickerl – ein ÖVP-Wahlkampfschmäh

Warum die Idee der ÖVP Währings Probleme nicht löst:

Das Hauptproblem in den überparkten Gebieten Währings: Touristen und Wochenpendler, die ihr Auto hier gratis abstellen. Das Parkpickerl zielt direkt auf dieses Hauptproblem: Kein Dauerparken mehr für Autos von außerhalb des Bezirks. Das reduziert die Anzahl der abgestellten Autos signifikant und bedeutet mehr Platz und weniger Verkehr für alle.

Die ÖVP, die ja das Parkpickerl seit Jahren blockiert, propagiert nun Anrainerparken statt Parkpickerl als Lösung für Währings Platzprobleme. Klingt originell, ist aber bei genauerer Betrachtung eine Scheinlösung: Mit Anrainerparken würde zwar ein Teil der Parkplätze für Autos aus dem Bezirk reserviert – auf dem Großteil der Parkplätze dürften allerdings weiterhin Wochenpendler und Touristen kostenlos dauerparken. Was sie wohl weiterhin nutzen würden.

Resultat: Die Autos werden nicht weniger und die Parkplätze nicht mehr. Das bringt keine Entlastung – außer in den glücklichen Momenten, wo bei der stundenlangen Parkplatzsuche der nächste frei werdende Parkplatz zufällig ein Anrainerparkplatz ist, den der vor mir kreisende Tourist und die hinter mir Parkplatz suchende Pendlerin nicht nehmen dürfen.

Hier noch zwei Gegenüberstellungen:
Anrainerparken_TabelleAnrainerparken_Grafik

Das Fahrrad – beliebtes Aufregerthema

Das Fahrrad – beliebtes Aufregerthema

Jeder Meter, der mit dem Rad gefahren wird statt mit dem Auto, ist für uns alle gut: Weniger Lärm, weniger Feinstaub, weniger klimaschädliches CO2. Radfahren braucht viel weniger Platz und die durch die Stadt fahrenden Drahtesel sind um vieles ungefährlicher als der Autoverkehr. Zukunftsweisende Verkehrspolitik muss das Radfahren fördern – gerade in der Stadt, wo die meisten Wege unter 5 km und daher fürs Fahrrad bestens geeignet sind.

Soweit, so logisch. Sollte man meinen. Denn erstaunlicher Weise ist das Fahrrad immer wieder Aufregerthema. Zeit, sich einmal mit den häufigsten Vorwürfen auseinander zu setzen:

Aufreger 1: Euch sind nur die Radfahrer wichtig. Das ist Klientelpolitik auf Grün!

Wir wollen nicht eine bestimmte Menschengruppe fördern, sondern umweltfreundliche Fortbewegungsarten: Öffis, Zufuß-Gehen, Radfahren. Die meisten von uns verwenden für ihre Wege unterschiedliche Verkehrsmittel. Und wenn uns Lebensqualität und Klimaschutz wichtig sind, dann müssen wir immer mehr davon ohne Auto zurücklegen.

Wien ist da, was den Öffentlichen Verkehr anlangt, vorbildlich. Die 365-Euro-Jahreskarte, Linienverbesserungen und die Parkpickerl-Erweiterung haben in den 5 Jahren Rot-Grün einen zusätzlichen Schub gebracht. Ausbaufähig ist im Vergleich mit anderen Städten immer noch das Radfahren.

Aufreger 2: Ihr wollt die Menschen zwangsbeglücken – aber nicht jeder will oder kann radfahren!

Niemand sagt, dass alle radfahren müssen. Ziel einer zukunftsorientierten Verkehrspolitik muss jedoch sein, dass immer mehr – Eltern mit Kindern, Jugendliche, Ältere – Lust haben und sich trauen.

Das hat mit Verkehrsorganisation zu tun: Tempobeschränkungen, Bodenmarkierungen, die das Vorhandensein von Radfahrenden sichtbar machen, radverkehrsfreundliche Ampelschaltungen und Einbahnregelungen, Begegnungszonen, fahrradfreundliche Straßen, Radwege.

20130504_Radaktionstag1Und das hat mit der Förderung vielfältiger Fahrradnutzung zu tun: Fahrrad-Anhänger für die Mitnahme von Kindern, Fahrräder mit Elektroantrieb für die Währinger Steigungen, Dreiräder für Erwachsene – anderswo bei älteren Menschen sehr beliebt, die nicht mehr so auf ihr Gleichgewicht vertrauen. Und auch Gewerbetreibende entdecken die Alternative zum Auto: eine Teppichreinigung, die die Teppiche per Lastenrad abholt, ein Supermarkt liefert per Lastenrad, eine Elektrofirma lässt ihre Monteure zu einfachen Störungen per Elektro-Scooter anfahren.

Es ist Verantwortung der Politik, dass das Radfahren als alltägliches Fortbewegungsmittel gesehen wird und nicht als Spleen von ein paar ausgeflippten Freaks.

Aufreger 3: Bei Autofahrern regt ihr euch über Regelübertretungen auf. Was ist mit den Radfahrern, die bei Rot über die Kreuzung fahren oder am Gehsteig unterwegs sind?

Gleich zu Beginn: Regelübertretungen sind nicht okay. Vor allem dann nicht, wenn sie andere gefährden. Wenn RadfahrerInnen auf Gehsteigen dahinbolzen, ist das ebenso zu ahnden, wie wenn sie Stopp-Tafeln oder rote Ampeln überfahren.

Ich geb aber zu, dass es hier für mich Grauzonen gibt: Eltern, die mit ihren radfahrenden Kindern vorsichtig am Gehsteig unterwegs sind, weil der Verkehr auf der Straße zu gefährlich ist (wie in Wien noch zu häufig der Fall). Oder Kreuzungssituationen, wo es für Radfahrende – nach vorheriger Prüfung – sicherer ist, die Kreuzung bei Rot zu überqueren (wie bei bestimmten Stellen am Gürtelradweg, wo linksabbiegende Autos queren).

Hier geht’s aus meiner Sicht nicht ums Strafen – hier geht’s darum, die Straßen fahrradsicher zu machen und auf den Autoverkehr ausgerichtete Regelungen neu zu gestalten. Und damit auch ein Klima der gegenseitigen Rücksichtnahme auf der Straße zu fördern.

Mit Grün endlich zum Parkpickerl

Mit Grün endlich zum Parkpickerl

Sie entscheiden am 11.10.2015: Wenn wir Grüne Erste werden, dann kommt das Parkpickerl in Währing.

Währings Problem Nr.1 ist so bekannt wie unerträglich: Die Straßen dichtverparkt, oft mehr als ein Viertel der Autos mit Nicht-Wiener Kennzeichen, schwierige Bedingungen für Lieferanten und Dienstleister,umweltschädlicher und zeitraubender Parkplatzsuchverkehr, Autos auf Gehsteigen und Grünstreifen.

Ein uraltes Problem

Das Problem ist ein uraltes: Schon in den 1990er Jahren, nach Einführung der Parkraumbewirtschaftung in den Innenbezirken,zeichnete sich sehr schnell ab,dass es eine Ausweitung Richtung Westen braucht. Währing hätte damals Vorreitersein können – die Situation in den gürtelnahen Gebieten mit WIFI, Volksoper und AKH hätte das mehr als gerechtfertigt.

Bezirksvorsteher Homole und seine ÖVP verpassten diese Chance. Schon damals verwandelten sie lieber Gehsteige und Grünstreifen in Parkplätze und riefen nach teuren Garagen, statt das wirkliche Problemanzugehen: dass Touristen und Pendler nun mal gerne mit dem Auto anreisen, solange es gratis Parkmöglichkeiten gibt.

Andere Bezirke haben die Chance genutzt

Für die Bezirke 12 und 14 bis 17 gehört dieses Problem seit zweieinhalb Jahren der Vergangenheit an. Nicht nur die nervige Parkplatzsuche ist zu Ende. Es haben sich auch viele Chancen aufgetan: Die Ottakringer Straße hat breitere Gehsteige, bequemere Bim-Stationen, Platz zum Spielen und Schanigärten.

Ein Teil der Palffygasse wurde von einer unwirtlichen Gasse mit schmalen Gehsteigen zu einem fußgängerfreundlichen öffentlichen Raum.

In der Kalvarienberggasse wurden Bäume gepflanzt, der Platz vor und hinter der S45-Station Hernals bekommt breite Gehsteige,Sitzbänke und viel Grün und die Schule in der Märzstraße hat jetzt einen großzügigen Vorplatz.

Währing wurde stattdessen von Karl Homole in eine Sackgasse geführt. Seine Taktik, mittels zweier Befragungen an der Bezirksvertretung vorbei das Parkpickerl zu verhindern, hat nicht nur die Parkplatzsituation in Währing weiter verschärft –weil noch mehr Touristen und Pendler den Bezirk als kostenlosen Parkplatz entdeckt haben. Die Konsequenzen gehen noch viel weiter: viel mehr Unfälle, unsichere Schulwege, asphaltierte Grünstreifen, kein Platz für Radwege, blockierte Straßenbahnen.

2015: Jetzt die Wende schaffen

Bei der Bezirksvertretungswahl am 11. Oktober2015 liegt es nun an uns allen, das zu ändern: Mit einer grünen Bezirksvorsteherin wird die Bezirkspolitik ihre Verantwortung wahrnehmen und das Parkpickerl in ganz Währing so rasch wie möglich einführen.

Gemeinsam schaffen wir das!

Gersthofer Straße: Lebensraum statt Auto-Rennbahn

Gersthofer Straße: Lebensraum statt Auto-Rennbahn

Die Gersthofer Straße ist für viele Menschen aus ihrem täglichen Leben nicht wegzudenken: Zum Einkaufen, als Schulweg oder als Spazierweg in den Türkenschanzpark. Sie ist die Lebensader eines ganzen Grätzls – und gleichzeitig ein ziemlich ungemütliches Pflaster: Die Autos fahren viel zu schnell, FußgängerInnen kommen nur über die Straße, wenn sie entweder todesmutig sind oder Umwege bis zur nächsten Ampel in Kauf nehmen; an Radfahren ist für die meisten sowieso nicht zu denken.

Wie gefährlich das ist, zeigt die seit Jahresbeginn vorliegende Unfallstatistik 2013: Für die Gersthofer Straße weist sie 18 Unfälle allein zwischen Kreuzgasse und Türkenschanzplatz aus. Eine Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit bei der Ampel Salierigasse/Bastiengasse hat in vier Stunden 70(!) Autos gezählt, die bei Rot über die Kreuzung fuhren.

Trotzdem will die ÖVP eine weitere Ampel – eine Scheinlösung, die noch dazu mindestens € 100.000 bereits in der Errichtung kostet.

Unser Ziel: Ein lebendiger Ort des Austauschs

GersthoferStr (1)Wenn wir Grüne am 11. Oktober stimmenstärkste Partei im Bezirk werden und damit die Bezirksvorsteherin stellen, gibt es in der Gersthofer Straße endlich die Chance für eine durchdachte, nachhaltige Gesamtlösung.

Ziel ist die Schaffung eines lebendigen Grätzlzentrums, in dem sich Menschen jeden Alters wohl fühlen und gerne aufhalten. Das hilft auch den Geschäften und Lokalen vor Ort, denn wo man sich gerne aufhält, erledigt man auch gerne Einkäufe und trifft sich im Schanigarten mit FreundInnen.

Mehr Sicherheit durch langsameren Autoverkehr

Dazu braucht es vor allem eine Verlangsamung des Autoverkehrs. Einfach und kurzfristig umsetzbar: die Einrichtung einer eigenen Öffi-Spur. Dadurch werden 10A und 41er beschleunigt und gleichzeitig der Autoverkehr auf eine Spur reduziert und langsamer. Zu-Fuß-Gehen und Radfahren werden endlich sicherer, FußgängerInnen können entspannt die Straßenseite wechseln.

Mittelfristig wollen wir ein Entwicklungsprojekt „Lebensraum Gersthofer Straße“, das diese Straße als Lebensraum und Grätzlzentrum ernst nimmt und gestaltet.

Mehr Fahrrad für Währing

Mehr Fahrrad für Währing

Wenn mehr Rad gefahren wird, ist das für uns alle gut: Weniger Lärm, weniger Feinstaub, weniger klimaschädliches CO2.

Die Temperaturen steigen, der Frühling kommt. Und Radfahren macht wieder so richtig Spaß. Bewegung machen, schnell und umweltfreundlich unterwegs sein – das ist es, was Radfahrende an ihrem Verkehrsmittel schätzen. Keine Parkplatzsuche, kein Stau, kein Warten auf Bim oder Bus – die meisten in der Stadt zurückgelegten Wege sind kürzer als 5 km, und da ist das Fahrrad unschlagbar.

Radfahren ist für uns alle gut

Wenn mehr Rad gefahren wird, ist das für uns alle gut: Weniger Lärm, weniger Feinstaub, weniger klimaschädliches CO2. Radfahren braucht viel, viel weniger Platz als Autoverkehr. Fahrend, wie stehend. Und nicht zuletzt – allen Diskussionen um Fahrradrowdies zum Trotz – sind sich durch die Stadt bewegende Drahtesel um vieles ungefährlicher als motorenbetriebene Blechkutschen.

Radfahren ist also so etwas wie eine Win-Win-Win-Geschichte für den Einzelnen, für die Allgemeinheit und für die Umwelt.

Zukunftsvision vom Grünen Währing

In unserer Zukunftsvision von einem Grünen Währing fahren die Menschen deshalb auch gerne und viel Rad – zum Einkaufen, in die Arbeit und mit dem Kind im Kindersitz oder Radanhänger zum Kindergarten. Jugendliche können mit dem Fahrrad in die Schule fahren, ohne dass ihre Eltern sich Sorgen machen müssen. Bei S45 und U6 gibt es ausreichend sichere Abstellanlagen, und mehrere „Luftstationen“ im Bezirk zum schnellen, unkomplizierten Reifen-Aufpumpen.

Jede Schule und jede öffentliche Einrichtung ist gut ans Radnetz angebunden, und vor allem gibt es durchgängige sichere Radverbindungen quer durch Währing, von Pötzleinsdorf bis in die Innenstadt, von der Jörger Straße und Hernalser Hauptstraße bis zur Billroth- und Peter-Jordan-Straße.

Gemeinsam schaffen wir das!