Mitreden statt Abnicken: Grüne Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung findet in Währing derzeit kaum statt: BürgerInnen werden nicht in Planungen einbezogen, ihre Lösungsideen werden nicht berücksichtigt, ihre Bedürfnisse nicht erhoben. Sie dürfen manchmal per Kreuzerl zu einer vorgegebenen Frage ja oder nein sagen – warum die Frage so gestellt wird und wer jeweils befragt wird, bleibt meist undurchsichtig. Echte Beteiligung sieht anders aus!

Planungswerkstatt als niederschwellige Anlaufstelle

Zuallererst müssen BewohnerInnen des Bezirks rechtzeitig wissen, was geplant ist, um sich dazu äußern zu können. Eine offene Planungswerkstatt kann darüber niederschwellig Information bieten und Anlaufstelle für Kritik, offene Fragen, Anregungen und direkten Kontakt sein.

Gemeinsam Lösungen erarbeiten

Große Projekte brauchen die Beteiligung aller. Das beginnt bereits bei der Definition des Problems und beim Entwerfen der Lösungsoptionen. AnrainerInnen und andere Betroffene wie Wirtschaftstreibende und SchülerInnen sowie ExpertInnen sind daran beteiligt.

Echte Beteiligungsprojekte sind länger andauernde Prozesse und bedeuten für alle Beteiligten Arbeit und ernsthafte Auseinandersetzung. Das Ergebnis wird in der Regel nicht die Meinung einer Gruppe allein sein, sondern der beste Kompromiss, der möglichst viele Bedürfnisse berücksichtigt.

Gerade bei komplexen Projekten wie beispielsweise die Entwicklung der Gersthofer Straße und ihrer Umgebung oder die Neugestaltung der Währinger Straße ist breite Beteiligung sinnvoll – für gute Lösungen und für hohe Akzeptanz.

Entscheidungen treffen

Um im politischen Alltag klug und vorausschauend zu entscheiden, ist Offenheit und Kooperation das Um und Auf: Ständige Vernetzung mit Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen, Wirtschaft, engagierten BürgerInnen und ExpertInnen aus verschiedensten Bereichen prägen die Arbeit der Grünen – und werden auch in der Arbeit einer grünen Bezirksvorstehung bestimmend sein.

Bildcredits: cc-by-nc-sa Klimabündnis

2 Gedanken zu „Mitreden statt Abnicken: Grüne Bürgerbeteiligung

  • 10/11/2018 um 22:29
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    Sehr geehrte Frau Nossek,
    soeben fiel mir die geänderte Straßenbeleuchtung in der Schindlergasse – in welcher ich wohne – äußerst positiv auf. Weiß zwar nicht ob Sie dies bewirkt haben, aber wenn dem so sein möge – DANKE ! Auch für das Parkpickerl und die Bäume in der Währinger Straße – großartig ! Die Baumfällung entlang der S45 in der Simonygasse sind optisch eine Katastrophe und wären so brutal nicht notwendig gewesen. Schade. Hoffentlich bleibt meine Blumenesche vor meinem Haus in der Schindlergasse 12 aus dem Jahr 1946 noch lange Zeit überhaupt und unbeschnitten erhalten. Ebenso der Baum hinter dem soeben abgebrochenen Haus Ecke Gersthofer Straße / Wallrissstraße. Wäre für das Ambiente des Gersthofer Platzls sehr wichtig, wenn er dem Neubau nicht weichen müsste. Bedanke mich jedenfalls für Ihr Engagement.

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    • 14/11/2018 um 14:29
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      Sehr geehrter Herr Skala,
      danke für die positiven Rückmeldungen zu unserer Arbeit. Was die Baumschnittarbeiten entlang der Simonygasse angehen, so ist das ÖBB-Grund und deswegen auch von den ÖBB veranlasst. Nachdem die Arbeiten fachkundig ausgeführt wurden, sollten die Bäume mit dem Austrieb im nächsten Frühjahr dann wieder ansehnlich ausschauen und sich gesund weiterentwickeln. Die Esche vor ihrem Haus wird stehen bleiben, so lange es ihr gut geht 🙂
      Nur für den Baum auf dem Grundstück Ecke Wallrißstraße hab ich leider keine guten Nachrichten: Für das Grundstück gibt es eine gültige Flächenwidmung und eine gültige Baubewilligung. Aus beidem ergibt sich ein Rechtsanspruch auf die Fällung der beiden Bäume am Grundstück. Der Bezirk hat bei Baumfällungsbescheiden ein Stellungnahme-Recht – allerdings keine rechtliche Handhabe, diesen Rechtsanspruch auszuhebeln. Für die beiden Bäume müssen zwar umfangreich Ersatzpflanzungen getätigt werden – nämlich 23 Stück – angesichts der schönen alten Bäume ein schwacher Trost. Innerhalb des Rechtsrahmens ist allerdings nicht mehr möglich.
      mit besten Grüßen
      Silvia Nossek

      Antwort

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