Mehr Grün ins Kreuzgassenviertel

Alleen, große und kleine Grünflächen, Innenhöfe mit Baumbestand und begrünte Fassaden – Grün ist für die Lebensqualität in der Stadt von unschätzbarer Bedeutung. Währing braucht mehr davon.

Es tut dem Auge und der Seele gut, zwischen Häusermauern ein Stück Natur zu sehen, an blühenden Sträuchern vorbei zur Arbeit zu gehen, im Sommer unter Bäumen zu sitzen. Und Pflanzen, besonders Bäume, sind ökologisch unverzichtbar: Sie senken die Ozon-, Stickoxid-, SO2- und Kohlenmonoxid-Konzentration, sie filtern Feinstaub, erhöhen die Luftfeuchtigkeit,spenden Schatten und senken insgesamt die Temperaturen. Mit dem Klimawandel werden die Sommer heißer und Stadtbegrünung damit zu einer wichtigen Aufgabe für die Zukunft.

Währing hätte viel Platz für mehr Grün

Diese Aufgabe wird in Währing derzeit verschlafen.Im Kreuzgassenviertel gibt es viele Straßen, die mit mehr Bäumen das Grätzl lebenswerter machen würden. Doch in 25 Jahren Amtszeit Homole wurde hier kein einziger zusätzlicherBaum gepflanzt oder auch nur eine zusätzliche Grünfläche angelegt. Die Chance, durch ein Parkpickerl den Platz für diese Baumpflanzungen zu schaffen, wurde bewusst verhindert.

Zerstörung der grünen Innenhöfe

Dazu kommt die sukzessive Zerstörung der grünen Innenhöfe: Die Wohnqualität der Gründerzeitbebauung hängt wesentlich an ihnen. Seit Jahren ist es städtebauliches Ziel, sie möglichst nicht zu verbauen und Gärten wie Baumbestand zu erhalten.In der Praxis passiert häufig das Gegenteil:Im Zuge von Neubauten und Sanierungen werden ganze Grundstücke gerodet und mit Tiefgarage unterbaut. Die danach wiederhergestellten Gartenflächen auf den Garagen sind aufgrund der geringen Erdaufschüttung als Baumstandorte ungeeignet.Weder beim Bezirksvorsteher, der die Baumfällungsanträge durchwinkt, noch im ÖVP-geführten Bauausschuss gibt es dafür irgendein Problembewusstsein.

Genug von verpassten Chancen

Seit kurzem liegt nun ein neuer Anstoß für mehr Grün von Seiten der Stadt Wien auf dem Tisch: In Zusammenhang mit dem neuen Stadtentwicklungsplan STEP2025 wurde auch das Konzept eines Freiraumnetzes und lokaler Grünpläne entwickelt. Das gilt es für Währing zu nutzen: um beispielsweise Schubertpark und Ebner-Eschenbach-Park durch eine Allee zu verbinden,um den Anton-Baumann-Park auf die umliegenden Straßen auszuweiten, um den Freiraum in der Martinstraße bei der Blumengasse einladend zu gestalten.Nutzen wir diese Chance bei der kommenden Wahl und machen wir das Kreuzgassenviertel grün.

Gemeinsam schaffen wir das!

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