Mehr Fahrrad für Währing

Die Temperaturen steigen, der Frühling kommt – da macht Radfahren wieder so richtig Spaß. Zwischen zwei Terminen Bewegung machen, ohne Parkplatzsuche, Stau und Warterei unterwegs sein, Einkäufe transportieren – das ist es, was ich an diesem Verkehrsmittel so schätze. Die meisten in der Stadt zurückgelegten Wege sind kürzer als 5 km (das reicht von Währing bis zu Urania oder Hauptbahnhof) – und für diese Distanzen ist das Fahrrad unschlagbar.

Mehr Radfahren heißt: Weniger Lärm, weniger Feinstaub, weniger klimaschädliches CO2. Radfahren braucht viel, viel weniger Platz als Autoverkehr – fahrend wie stehend. Und nicht zuletzt, allen Diskussionen um Fahrradrowdies zum Trotz, sind die durch die Stadt fahrenden Drahtesel um vieles ungefährlicher als motorenbetriebene Blechkutschen. Radfahren ist also für alle gut – für den Einzelnen, für die Allgemeinheit und für die Umwelt.

Bis zu Bezirksvorsteher Homole und seiner ÖVP hat sich das leider noch nicht herumgesprochen. Währing ist auch bezüglich Radverkehrspolitik Schlusslicht unter Wiens Bezirken: Nirgends sonst gibt es so wenig Radwege, Radstreifen, sichere Radverbindungen und Radabstellanlagen. Kaum wo sonst wird die Förderung des Radverkehrs dermaßen verschlafen.

Man muss es ja auch selbst erlebt haben: Wie unangenehm es ist, wenn einen in der Gersthofer Straße die Autos viel zu schnell und viel zu knapp überholen. Wie öd es ist, wenn vor dem Bezirksamt wieder mal alle Radbügel überbelegt sind. Oder bei der S45-Station Gersthof erst gar keine vorhanden. Was für eine Zumutung Einbahn-Umwege sind, in Währing oft auch noch mit Steigungen verbunden, nur weil wegen ein paar Schrägparkplätzen Radfahren-gegen-die-Einbahn verboten ist.

Höchste Zeit, dass das Fahrrad auch in Währing als Verkehrsmittel der Zukunft ernst genommen wird. Das heißt so rasch als möglich:

  • Tempo 30 auch auf den sogenannten Hauptstraßen Martinstraße / Gymnasiumstraße, Gentzgasse, Währinger Straße, Hasenauerstraße und Gersthofer Straße / Pötzleinsdorfer Straße
  • durchgängige und sichere Radverbindungen quer durch Währing, von Pötzleinsdorf bis in die Innenstadt, von der Jörger Straße und Hernalser Hauptstraße bis zur Billroth- und Peter-Jordan-Straße,
  • ein dichtes Netz an Abstellanlagen, vor allem auch bei S45 und U6
  • Förderung von kreativen und innovativen Ideen: Lieferdienste mit Lastenrad, E-Bikes, Kinderanhänger, Fahrradstationen (das sind Abstellanlagen kombiniert mit Radwerkstatt) und „Luftstationen“ (an öffentlichen Plätzen zum einfachen Reifen-Aufpumpen), Fahrradkurse für Erwachsene, usw. usw.

radaktionstagWir wollen, dass die Menschen in Währing gerne und viel Rad fahren.

Schon wieder eine Motivation, am 11.10. die Wahl zu gewinnen und Bezirksvorsteherin zu werden. Gemeinsam schaffen wir das 🙂

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