Das Grüne Währing

Das Grüne Währing

Ein Bezirk als Vorbild für die ganze Stadt!

Währing ist einer der lebens- und liebenswertesten Bezirke Wiens. Viel Grün, gute Nahversorgung und engagierte BewohnerInnen machen die Lebensqualität in weiten Teilen unseres Bezirks aus.

Was seit langem fehlt: Weitsicht, Engagement und Unterstützung von Seiten der Politik. Bezirksvorsteher Homole und seine ÖVP haben wichtige Entwicklungen verschlafen; Stillstand und Ideenlosigkeit kennzeichnen die Entwicklung Währings in den letzten 20 Jahren.

Das möchten wir ändern. Das Grüne Währing wird Vorbild für ein gutes und gemeinsames Leben in dieser Stadt, ein Beispiel für Erhalt und Ausbau von Lebensqualität in einem ökologischen und sozial gerechten 21. Jahrhundert:

Im Grünen Währing fühlen sich die Menschen wohl. Auf den Straßen gibt es genug Platz für alle: für FußgängerInnen, RadfahrerInnen, für die öffentlichen Verkehrsmittel und dann auch für die Autos. Dazu leistet das Parkpickerl einen wichtigen Beitrag.

Im Grünen Währing können Kinder und alte Menschen gefahrlos über die Straße gehen. Es gibt mehr Zebrastreifen, die Autos werden eingebremst. Kinder fahren mit dem Fahrrad in die Schule, alte Menschen gehen gern spazieren, wir alle genießen Einkaufsbummel und Schanigärten – auf den breiten Gehsteigen der Währinger Straße ebenso wie auf der verkehrsberuhigten Gersthofer Straße. Es gibt kein Feinstaubproblem mehr, und im Sommer können wir bei offenem Fenster schlafen.

Das Grüne Währing schaut aufs Klima. Grünanlagen und grüne Innenhöfe werden erhalten, in den dicht verbauten Gebieten entlang des Gürtels mehr Grünräume geschaffen. Kinder können in Währing Natur erleben, es gibt tolle Spielplätze und selbst gestaltete Freiräume zum Austoben. Jugendliche haben eigene Bereiche in den Parks und Orte, wo sie sich ungezwungen und ohne Konsumzwang treffen können.

Im Grünen Währing gibt es genug Ruhezonen und Erholungsraum für die Erwachsenen, so dass wir am Wochenende nicht so oft aus der Stadt flüchten müssen. Biobauern aus dem Umland versorgen Währing mit gesunden Lebensmitteln – und das transportsparend. Am Kutschkermarkt, am Nepomuk-Vogl-Platz und in Gersthof.

Im Grünen Währing kümmern wir uns umeinander. Es gibt gute Kindergärten und Schulen, in denen Lernen Spaß macht und die Kinder und Jugendlichen ihren Weg finden, Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Lokale Zentren, Vereine und Pfarren werden gestärkt. Das Gespräch zwischen Menschen verschiedener Kulturen wird gefördert. Nähe schafft Vertrauen.

Das Grüne Währing fördert Engagement, Kreativität und Solidarität – und entwickelt damit die Demokratie in diesem Bezirk weiter. Bezirksvorstehung und öffentliche Mittel werden in den Dienst der Bevölkerung gestellt. Eine grüne Bezirksvorsteherin nutzt moderne Beteiligungsformen, um gemeinsam mit BürgerInnen und ExpertInnen Zukunftsfragen zu diskutieren, gute Lösungen zu erarbeiten und Konflikte auszugleichen. So werden wir WähringerInnen in die Entscheidungen des Bezirks eingebunden.

Das Grüne Währing braucht unseren Mut. Gemeinsam schaffen wir konkrete Ideen und Projekte, um solidarische und ökologische Alternativen auszuprobieren: Gemeinschaftsgärten, Reparaturbetriebe, Nachbarschaftsinitiativen. Das innovative, weltoffene Währing braucht uns alle: Karin, die in der bunten Schule unterrichtet, Yussuf, der eine Galerie in der Kutschkergasse eröffnet, und Maggie, die Expertin für Solarenergie, die in der Gentzgasse einen neuen Betrieb gründet.

Krempeln wir die Ärmel hoch und bewegen wir gemeinsam Währing. Machen wir unser Währing im 21. Jahrhundert zu einem lebendigen und lebenswerten Bezirk für alle. Machen wir Währing zum Grünen Währing!

 

Mit Grün endlich zum Parkpickerl

Mit Grün endlich zum Parkpickerl

Sie entscheiden am 11.10.2015: Wenn wir Grüne Erste werden, dann kommt das Parkpickerl in Währing.

Währings Problem Nr.1 ist so bekannt wie unerträglich: Die Straßen dichtverparkt, oft mehr als ein Viertel der Autos mit Nicht-Wiener Kennzeichen, schwierige Bedingungen für Lieferanten und Dienstleister,umweltschädlicher und zeitraubender Parkplatzsuchverkehr, Autos auf Gehsteigen und Grünstreifen.

Ein uraltes Problem

Das Problem ist ein uraltes: Schon in den 1990er Jahren, nach Einführung der Parkraumbewirtschaftung in den Innenbezirken,zeichnete sich sehr schnell ab,dass es eine Ausweitung Richtung Westen braucht. Währing hätte damals Vorreitersein können – die Situation in den gürtelnahen Gebieten mit WIFI, Volksoper und AKH hätte das mehr als gerechtfertigt.

Bezirksvorsteher Homole und seine ÖVP verpassten diese Chance. Schon damals verwandelten sie lieber Gehsteige und Grünstreifen in Parkplätze und riefen nach teuren Garagen, statt das wirkliche Problemanzugehen: dass Touristen und Pendler nun mal gerne mit dem Auto anreisen, solange es gratis Parkmöglichkeiten gibt.

Andere Bezirke haben die Chance genutzt

Für die Bezirke 12 und 14 bis 17 gehört dieses Problem seit zweieinhalb Jahren der Vergangenheit an. Nicht nur die nervige Parkplatzsuche ist zu Ende. Es haben sich auch viele Chancen aufgetan: Die Ottakringer Straße hat breitere Gehsteige, bequemere Bim-Stationen, Platz zum Spielen und Schanigärten.

Ein Teil der Palffygasse wurde von einer unwirtlichen Gasse mit schmalen Gehsteigen zu einem fußgängerfreundlichen öffentlichen Raum.

In der Kalvarienberggasse wurden Bäume gepflanzt, der Platz vor und hinter der S45-Station Hernals bekommt breite Gehsteige,Sitzbänke und viel Grün und die Schule in der Märzstraße hat jetzt einen großzügigen Vorplatz.

Währing wurde stattdessen von Karl Homole in eine Sackgasse geführt. Seine Taktik, mittels zweier Befragungen an der Bezirksvertretung vorbei das Parkpickerl zu verhindern, hat nicht nur die Parkplatzsituation in Währing weiter verschärft –weil noch mehr Touristen und Pendler den Bezirk als kostenlosen Parkplatz entdeckt haben. Die Konsequenzen gehen noch viel weiter: viel mehr Unfälle, unsichere Schulwege, asphaltierte Grünstreifen, kein Platz für Radwege, blockierte Straßenbahnen.

2015: Jetzt die Wende schaffen

Bei der Bezirksvertretungswahl am 11. Oktober2015 liegt es nun an uns allen, das zu ändern: Mit einer grünen Bezirksvorsteherin wird die Bezirkspolitik ihre Verantwortung wahrnehmen und das Parkpickerl in ganz Währing so rasch wie möglich einführen.

Gemeinsam schaffen wir das!

Mehr Grün ins Kreuzgassenviertel

Mehr Grün ins Kreuzgassenviertel

Alleen, große und kleine Grünflächen, Innenhöfe mit Baumbestand und begrünte Fassaden – Grün ist für die Lebensqualität in der Stadt von unschätzbarer Bedeutung. Währing braucht mehr davon.

Es tut dem Auge und der Seele gut, zwischen Häusermauern ein Stück Natur zu sehen, an blühenden Sträuchern vorbei zur Arbeit zu gehen, im Sommer unter Bäumen zu sitzen. Und Pflanzen, besonders Bäume, sind ökologisch unverzichtbar: Sie senken die Ozon-, Stickoxid-, SO2- und Kohlenmonoxid-Konzentration, sie filtern Feinstaub, erhöhen die Luftfeuchtigkeit,spenden Schatten und senken insgesamt die Temperaturen. Mit dem Klimawandel werden die Sommer heißer und Stadtbegrünung damit zu einer wichtigen Aufgabe für die Zukunft.

Währing hätte viel Platz für mehr Grün

Diese Aufgabe wird in Währing derzeit verschlafen.Im Kreuzgassenviertel gibt es viele Straßen, die mit mehr Bäumen das Grätzl lebenswerter machen würden. Doch in 25 Jahren Amtszeit Homole wurde hier kein einziger zusätzlicherBaum gepflanzt oder auch nur eine zusätzliche Grünfläche angelegt. Die Chance, durch ein Parkpickerl den Platz für diese Baumpflanzungen zu schaffen, wurde bewusst verhindert.

Zerstörung der grünen Innenhöfe

Dazu kommt die sukzessive Zerstörung der grünen Innenhöfe: Die Wohnqualität der Gründerzeitbebauung hängt wesentlich an ihnen. Seit Jahren ist es städtebauliches Ziel, sie möglichst nicht zu verbauen und Gärten wie Baumbestand zu erhalten.In der Praxis passiert häufig das Gegenteil:Im Zuge von Neubauten und Sanierungen werden ganze Grundstücke gerodet und mit Tiefgarage unterbaut. Die danach wiederhergestellten Gartenflächen auf den Garagen sind aufgrund der geringen Erdaufschüttung als Baumstandorte ungeeignet.Weder beim Bezirksvorsteher, der die Baumfällungsanträge durchwinkt, noch im ÖVP-geführten Bauausschuss gibt es dafür irgendein Problembewusstsein.

Genug von verpassten Chancen

Seit kurzem liegt nun ein neuer Anstoß für mehr Grün von Seiten der Stadt Wien auf dem Tisch: In Zusammenhang mit dem neuen Stadtentwicklungsplan STEP2025 wurde auch das Konzept eines Freiraumnetzes und lokaler Grünpläne entwickelt. Das gilt es für Währing zu nutzen: um beispielsweise Schubertpark und Ebner-Eschenbach-Park durch eine Allee zu verbinden,um den Anton-Baumann-Park auf die umliegenden Straßen auszuweiten, um den Freiraum in der Martinstraße bei der Blumengasse einladend zu gestalten.Nutzen wir diese Chance bei der kommenden Wahl und machen wir das Kreuzgassenviertel grün.

Gemeinsam schaffen wir das!

Unsere Währinger Straße ins 21. Jahrhundert bringen

Unsere Währinger Straße ins 21. Jahrhundert bringen

Grüne Vision für eine lebendige Einkaufsstraße

Wir WähringerInnen gehen gerne auf der Währinger Straße einkaufen. Ihr Geschäftemix, nach wie vor mit vielen EinzelhändlerInnen und nur wenigen Ketten, hat‘s uns angetan – finden wir hier doch nahezu alles, was wir im Alltag brauchen: von der Apotheke bis zum Blumengeschäft, von der Putzerei bis zur Eisenwarenhandlung, vom Kurzwarengeschäft bis zur Buchhandlung.

 

Heute: Unwirtliche Währinger Straße

Was man bei aller Liebe zu ihr aber auch sagen muss: Sie ist schon ziemlich unwirtlich, unsere Währinger Straße. Für eine Einkaufsstraße sind die schmalen Gehsteige ein Witz – einen Kinderwagen schieben und dann jemandem mit zwei Einkaufstaschen begegnen, das braucht schon ein richtiges Ausweichmanöver. Stehen bleiben und mit jemandem ein paar Worte wechseln, ist nahezu unmöglich. Unbequem sowohl für die, die’s eilig haben, als auch für die, die mit Kindern oder als Ältere mehr Zeit brauchen.

Dazu kommt der Verkehr: Beide Straßenseiten dicht verparkt, kaum Platz zum Straße-Überqueren. Die Autos sind meist zu schnell und zu dicht unterwegs, um gefahrlos auf die andere Seite zu kommen. Radfahren zwischen Schienen und ein- und ausparkenden PKWs, mit ungeduldigen AutofahrerInnen im Rücken ist vielen zu gefährlich. Zu Stoßzeiten staut es sich – mittendrin die Straßenbahn, die dann wegen schlampig geparkter Autos regelmäßig gleich ganz hängen bleibt.

Zukunft: Flaniermeile Währinger Straße

Es ist an der Zeit, dass wir mit unserer Währinger Straße den Schritt ins 21. Jahrhundert machen: Mit der Einführung des Parkpickerls schaffen wir endlich Platz. Damit können wir in den Seitengassen Kurzparkplätze schaffen und gleichzeitig die Währinger Straße von herumstehenden Autos befreien. Wir machen endlich die Gehsteige so breit, dass Zufußgehen, Einkaufen, Flanieren Spaß macht. Dass der schnelle Einkauf nach dem Büro leichter wird, und auch das Stehen-Bleiben und in Ruhe Auslagen-schauen, der Einkaufsbummel mit Kind und Kegel und der kurze Tratsch in einem der kleinen Schanigärten oder am Kaffeetischerl vorm Geschäft.

Die Straßenbahn ist zuverlässig und zügig unterwegs – keiner kann sich mehr vorstellen, dass sie früher durch ein-, aus- und falsch parkende Autos mehrmals täglich blockiert war. Und es sind viel mehr Menschen mit dem Rad unterwegs, seit die parkenden Autos weggefallen sind und der Autoverkehr weniger und langsamer ist.

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Wie wir den Autoverkehr verringern können, das werden wir gemeinsam diskutieren – BürgerInnen, ExpertInnen, Geschäftsleute und Bezirkspolitik. Beispiele gibt es viele – in Wien (z.B. Neubaugasse, Westbahnstraße, Mariahilfer Straße, Ottakringer Straße) und in anderen Städten (z.B. Kopenhagen, Barcelona, New York, Paris) – sie alle zeigen auf unterschiedliche Weise, wie aus reinen Autostraßen Lebensraum wird. Gemeinsam werden wir auch dafür eine gute Lösung finden, die auch aus unserer Währinger Straße wieder Lebensraum für alle und eine auch in Zukunft prosperierende Einkaufsstraße macht.

Mehr Fahrrad für Währing

Mehr Fahrrad für Währing

Wenn mehr Rad gefahren wird, ist das für uns alle gut: Weniger Lärm, weniger Feinstaub, weniger klimaschädliches CO2.

Die Temperaturen steigen, der Frühling kommt. Und Radfahren macht wieder so richtig Spaß. Bewegung machen, schnell und umweltfreundlich unterwegs sein – das ist es, was Radfahrende an ihrem Verkehrsmittel schätzen. Keine Parkplatzsuche, kein Stau, kein Warten auf Bim oder Bus – die meisten in der Stadt zurückgelegten Wege sind kürzer als 5 km, und da ist das Fahrrad unschlagbar.

Radfahren ist für uns alle gut

Wenn mehr Rad gefahren wird, ist das für uns alle gut: Weniger Lärm, weniger Feinstaub, weniger klimaschädliches CO2. Radfahren braucht viel, viel weniger Platz als Autoverkehr. Fahrend, wie stehend. Und nicht zuletzt – allen Diskussionen um Fahrradrowdies zum Trotz – sind sich durch die Stadt bewegende Drahtesel um vieles ungefährlicher als motorenbetriebene Blechkutschen.

Radfahren ist also so etwas wie eine Win-Win-Win-Geschichte für den Einzelnen, für die Allgemeinheit und für die Umwelt.

Zukunftsvision vom Grünen Währing

In unserer Zukunftsvision von einem Grünen Währing fahren die Menschen deshalb auch gerne und viel Rad – zum Einkaufen, in die Arbeit und mit dem Kind im Kindersitz oder Radanhänger zum Kindergarten. Jugendliche können mit dem Fahrrad in die Schule fahren, ohne dass ihre Eltern sich Sorgen machen müssen. Bei S45 und U6 gibt es ausreichend sichere Abstellanlagen, und mehrere „Luftstationen“ im Bezirk zum schnellen, unkomplizierten Reifen-Aufpumpen.

Jede Schule und jede öffentliche Einrichtung ist gut ans Radnetz angebunden, und vor allem gibt es durchgängige sichere Radverbindungen quer durch Währing, von Pötzleinsdorf bis in die Innenstadt, von der Jörger Straße und Hernalser Hauptstraße bis zur Billroth- und Peter-Jordan-Straße.

Gemeinsam schaffen wir das!

Währing wieder lebenswert machen

Währing wieder lebenswert machen

Silvia, du bist seit Dezember 2015 Währings erste grüne Bezirksvorsteherin. Was sind deine wichtigsten Anliegen für die Zukunft unseres Bezirks?

Das allererste Ziel war die Einführung des Parkpickerls. Und dann: Bäume ins Kreuzgassenviertel, die Währinger Straße zur fußgängerfreundlichen Flaniermeile machen, den Verkehr in der Gentzgasse und in der Gersthofer Straße beruhigen, sichere Schulwege, mehr Platz für das Leben in der Stadt schaffen – sei es am Kutschkermarkt, im Anton-Baumann-Park oder am Aumannplatz. Und nicht zuletzt den Immobilienkonzernen Einhalt gebieten, um Gründerzeitcharakter und grüne Innenhöfe zu erhalten.

Warum war dir das Parkpickerl so wichtig? Nur damit die WähringerInnen genug Parkplätze haben?

Natürlich war es wichtig, dass diese nervige Parkplatzsucherei ein Ende hat.Das ist aber nur ein Aspekt. Vor allem schafft das Parkpickerl Platz für vieles, was in der Vergangenheit kaum umsetzbar war: Radverbindungen, breitere Gehsteige, großzügige Aufenthaltsbereiche vor Schulen und Kindergärten, freie Fahrt für die Straßenbahn. Es sind weniger Autos unterwegs, und damit werden auch Schulwege sicherer. Und es gibt weniger Lärm. Man glaubt nicht, wie viele Menschen uns jetzt erleichtert schreiben, um wie viel ruhiger es geworden ist. Das Parkpickerl ist für alle WähringerInnen ein wichtiger Schlüssel zu mehr Lebensqualität – ob sie nun ein Auto haben oder nicht!

Warum hast du dich dazu entschieden, für diese Funktion zu kandidieren?

Ich wohne seit 29 Jahren in Währing – das ist mehr als mein halbes Leben. Der Bezirk ist mir so richtig ans Herz gewachsen – er ist ja auch einer der lebenswertesten Wiens. Und gerade wenn einem seine Umgebung so ans Herz wächst, tut es doppelt weh, wenn Dinge schief laufen. Wäre die Entwicklung so weitergegangen wie in den letzten 20 Jahren, dann hätte Währing Stück für Stück seine Lebensqualität verloren. Und da bin ich halt eine, die lieber anpackt, als lang herum zu jammern.

Was sind denn deine Vorbilder für die Veränderung in Währing?

Oh, da gibt es viel. Wenn man sich in anderen Bezirken und Städten umschaut, dann hat man vielerorts schon verstanden, was städtische Lebensqualität im 21.Jahrhundert ausmacht: mehr Grün, sichere und durchgängige Radverbindungen, Straßen und Plätze, auf denen man gerne zu Fuß unterwegs ist, sich gerne hinsetzt oder auch mal einen Kaffee trinkt. Jüngste Beispiele in Wien sind die Umgebung der S45-Station Hernals, die Ottakringer Straße, die Schul-Vorplätze in der Märzstraße und in der Kandlgasse und natürlich die Mariahilfer Straße.

Das klingt ja alles sehr ambitioniert.

Ja, langweilig wird mir nicht. Aber so eine Aufgabe kann man ohnehin nicht im Alleingang stemmen. Es gibt in Währing viele Initiativen, auf deren Wissen und Engagement jede Bezirksvorstehung bauen kann und bauen sollte: ob das nun die Initiative der Kutschkermarkt-Geschäftsleute ist, der Cottage-Verein oder die Pfarren. Und ich hab ein tolles Team: mit Robert Zöchling, Marcel Kneuer, Ute Rom und Martin Rotter viel bezirkspolitische Erfahrung und dazu auch neue BezirksrätInnen mit frischer Energie und neuen Ideen. Wir haben alle viel Freude daran, die Ärmel hochzukrempeln und den Bezirk wieder auf Zukunftskurs zu bringen.

Warum eigentlich grün?

Warum eigentlich grün?

Es muss irgendwann im Jahr 1989 gewesen sein. Ich hatte gerade ein Jahr lang in Währing gewohnt und eine aufregende Zeit hinter mir: Studienabschluss, Berufseinstieg, erste eigene Wohnung. Es lief gut, ich war mit mir zufrieden und damit, wie mein erwachsenes Leben Gestalt annahm – und doch war da Unbehagen:

Immer mehr Autos – wo doch spürbar wurde, dass das die Lebensqualität in der Stadt auf Dauer nicht verträgt. Um uns herum weiterhin jede Menge Atomkraftwerke – obwohl der Unfall von Tschernobyl gerade eben passiert war. Energie- und Ressourcenverbrauch jedes Jahr größer, höher, schneller – und gleichzeitig immer offensichtlicher, dass das so nicht zukunftsfähig ist.

In dieses Unbehagen hinein lag dann irgendwann eine Aussendung der noch jungen Währinger Grünen im Postkasten. Mit der Frage nach Mitarbeit. Ich schrieb hin. Sie schrieben zurück.

Etwas mehr als ein Jahr später war ich Spitzenkandidatin und mit der Wahl 1991 Grüne Klubobfrau in der Währinger Bezirksvertretung. Es war eine aufregende Zeit: Organisationsaufbau im Bezirk und auf Stadtebene, Lernen des politischen Handwerks, Entschlüsseln von Machtmechanismen und Ausprobieren, welche Hebel das zähe schwarz-rote Machtgefüge im Bezirk doch ein wenig in Bewegung bringen. Acht spannende Jahre – bist ich 1999 mein Mandat zurücklegte. Ich hatte gerade Beruf gewechselt und eine intensive Ausbildung vor mir – das nahm meine volle Aufmerksamkeit in Anspruch. Und außerdem war ich schon damals überzeugt, dass Funktions- und Perspektivenwechsel hin und wieder nützlich sind, um Horizonte zu weiten und Standpunkte beweglich zu halten.

Denn losgelassen haben mich die politischen Fragen natürlich nicht. Und so begann ich 2004, aus der gewonnenen Distanz heraus, mich in der Politischen Bildung zu engagieren. Im Rahmen der Grünen Bildungswerkstatt Veranstaltungen, Lehrgänge und Seminare zu konzipieren und durchzuführen, Grünen, Grün-Sympathisierenden und nicht zuletzt auch mir selbst Räume für Diskussion und Auseinandersetzung zu bieten – das hat viel Freude gemacht, und ich hätte das auch noch gerne eine Zeit lang weiter machen können. Wenn da nicht eine neue Aufgabe gewartet hätte:

2009 war die Funktion der Wiener LandessprecherIn vakant. Zu diesem Zeitpunkt eine ziemliche Herausforderung – ging es doch um nicht mehr und nicht weniger, als die Wiener Grünen strategisch und organisatorisch auf eine allfällige Regierungsbeteiligung nach der Wahl 2010 vorzubereiten. Ich kandidierte, ich wurde gewählt – und damit begannen die bis dahin wohl dichtesten drei Jahre meines politischen Engagements: Wahlkampf, Koalitionsverhandlungen und die neue Situation der Regierungsarbeit forderten jede Menge Zeit, Energie und organisationsentwicklerisches Knowhow, das ich dank meines Berufs auch einbringen konnte.

Der Rollenwechsel war anstrengend, aber auch höchst reizvoll: Nicht mehr aus der Opposition nur kritisieren und unbedankt Ideen liefern, sondern selbst Verantwortung übernehmen und gestalten. Diese Möglichkeit auch in Währing zu haben, das war besonderer Ansporn. Und so musste ich nicht lange überlegen, als die Währinger Grünen mich fragten, ob ich diese Aufgabe übernehmen wolle: Spitzenkandidatin für die Wahl 2015 und damit, nach unserem Wahlsieg, erste grüne Bezirksvorsteherin von Währing.

Silvia Nossek

Silvia Nossek klopft an

Silvia Nossek klopft an

Politik ist viel mehr als ein Kreuzerl auf einem Stimmzettel. Vor allem Bezirkspolitik muss eine Idee davon haben, wie Menschen im Bezirk leben, was die unterschiedlichen Grätzl prägt und was die jeweiligen Probleme sind. Hausbesuche sind für mich eine ganz besondere Art, mit Währings BewohnerInnen in Kontakt zu kommen und unseren Bezirk kennen zu lernen.

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110.000 Euro für 25 Pendlerparkplätze

110.000 Euro für 25 Pendlerparkplätze

Wir Grüne sind zur Zeit viel in Gersthof unterwegs. Bei unseren Hausbesuchen und bei Gesprächen auf der Straße gibt es neben den Dauerbrennern Parkpickerl und Rennbahn Gersthofer Straße vor allem ein Thema: die neue Einbahn in der Schöffelgasse.

Wo die wohl plötzlich herkommt? Wozu das gut sein soll? Weil das verkehrstechnisch doch gar keinen Sinn macht?

Wenn wir dann erzählen, wie es zu dieser Einbahn zwischen Lidlgasse und Czartoryskigasse gekommen ist, dann bleiben meist nur Kopfschütteln und Ärger.

Also: Veranlasst hat das Ganze Bezirksvorsteher Homole. Weil die Anrainer sich Verkehrsberuhigung gewünscht hätten. Und bei einer Bürgerbefragung eine Mehrheit für diese Einbahnregelung verbunden mit neuen Schrägparkplätzen herausgekommen sei.

Wir wissen nicht, die ganze Bezirksvertretung weiß nicht, wen Homole befragt hat und welche Frage er gestellt hat. Wir wissen nur, wie viel der Spaß kostet: 110.000 Euro für ca. 25 zusätzliche Parkplätze. Also ca. 4400 Euro je neuem Parkplatz.

Und wir wissen, dass der Schildbürgerstreich Methode hat: Weil Währing dank Bezirksvorsteher Homole und seiner ÖVP immer noch kein Parkpickerl hat, ist nicht mehr nur Innerwähring völlig zugeparkt – mittlerweile sind auch große Teile von Gersthof ein einziger Gratisparkplatz für Pendler und Touristen. Damit ist auch Homole unter Zugzwang und muss Aktivität vorweisen.

Und was macht er? Er wiederholt jetzt in Gersthof das, was er in Innerwähring schon in den 1990ern gemacht hat: Er requiriert jeden verfügbaren Quadratmeter für das Abstellen von Autos und „schafft“ so Parkplätze. Da werden Grünstreifen zuasphaltiert – wie in der Schindlergasse und der Scheidlstraße – ohne Rücksicht, ob die dort stehenden Bäume das überleben. Und es werden Einbahnen verordnet, um Schrägparkplätze zu ermöglichen und so ein paar Autos mehr unterzubringen. Wie jetzt eben in der Schöffelgasse.

Gelöst ist damit gar nichts. Die zusätzlichen Parkplätze werden sofort von zusätzlichen Dauerparkern von außerhalb belegt. Und wenn man den Verkehr in Gersthof ernsthaft beruhigen wollte, würde es ein umfassenderes Konzept brauchen als ein willkürlich gesetztes Stück Einbahn (das erfahrungsgemäß eher zur Beschleunigung als zur Beruhigung des Verkehrs beiträgt).

Es wird Zeit, dass wir mit diesen Schildbürgerstreichen Schluss machen. Bevor der letzte Grünstreifen in Währing zubetoniert und noch mehr Geld für teure Scheinlösungen verpulvert ist. Währing braucht zukunftsfähige Verkehrslösungen, allen voran endlich das Parkpickerl. Gemeinsam schaffen wir das.

Silvia Nossek, Bezirksvorsteherin

Silvia Nossek, Bezirksvorsteherin

Währing ist mir ans Herz gewachsen – hier bin ich zu Hause. Und schon lange ist mir klar, dass die Lebensqualität Währings mehr braucht als bloßes Verwalten des Status-Quo.

Mit meiner Erfahrung als Organisationsberaterin und meinem langjährigen politischen Engagement weiß ich: Wir haben den Mut und die Ideen, Währing wieder auf Zukunftskurs zu bringen, Währing auch in Zukunft zu einem lebendigen und lebenswerten Bezirk für alle zu machen.

Robert Zöchling, Bezirksvorsteherin-Stellvertreter, Vorsitz Bauausschuss

Robert Zöchling, Bezirksvorsteherin-Stellvertreter, Vorsitz Bauausschuss

Mich politisch zu engagieren bedeutet, Währing mitzugestalten. Währing braucht Gestaltung, wenn es darum geht, zu verhindern, dass der Charakter des Kreuzgassenviertels durch sukzessiven Abriss von Gründerzeithäusern in ein beliebig austauschbares Neubauviertel verwandelt wird.

Währing braucht Gestaltung, wenn es darum geht, im öffentlichen Raum vielfältige Nutzungen zu ermöglichen und damit dem geänderten Mobilitäts- und Freizeitverhalten Rechnung zu tragen.

Währing braucht Gestaltung, wenn es darum geht, die großen und kleinen Grünräume zu erhalten und auszuweiten.

Nach 14 Jahren in der Bezirkspolitik und fast 30 Jahren in der Bauwirtschaft freu ich mich, nun all meine Erfahrung für die Arbeit in der Bezirksvorstehung einzubringen.

Marcel Kneuer, Klubobmann, Vorsitz Finanzausschuss

Marcel Kneuer, Klubobmann, Vorsitz Finanzausschuss

Wir müssen in Währing viele Dinge neu gestalten: Wir brauchen ein attraktiveres Kreuzgassenviertel, wir brauchen eine Gersthofer Straße Neu, wir brauchen sichere Schulwege und vieles mehr. Deswegen freut es mich, dass wir bei der Wahl 2015 stimmenstärkste Partei geworden sind und Währing erstmals eine Grüne Bezirksvorstehung hat. Damit haben wir die Chance, in Währing viel zu verändern und positiv zu gestalten.

Raphaela Njie, Klubobmann-Stellvertreterin, Vorsitz Umweltausschuss

Raphaela Njie, Klubobmann-Stellvertreterin, Vorsitz Umweltausschuss

„I want to paint it green“ – für ein respektvolles Miteinander, partizipative Planungsprozesse zur Umsetzung von Raumgestaltung und Verkehrsberuhigung, welche ein gutes Zusammenleben ermöglichen, eine gleichberechtigte und offene Art der Kommunikation. Währing ist ein lebenswerter Bezirk. Nun werden noch mehr Plätze attraktiver, ansprechender und bunter gestaltet. Seit zehn Jahren lebe ich in Währing und seit zwölf Jahren engagiere ich mich in der Politik. Die Grünen zeigen Alternativen auf, wo Systeme schon festgefahren sind. Gerne trage ich mit meiner Erfahrung und meinem Engagement dazu bei.

Magdalena Wagner, Bezirksrätin

Man muss auch selbst etwas tun, damit die Dinge so werden wie man sie sich wünscht. Um unser Lebensumfeld gemeinsam zu gestalten, bin ich Bezirksrätin geworden.

Als Mitglied der Mobilitätskommission setze ich mich u.a. für fußgängerfreundliche Kreuzungen, rasches Fortkommen mit der Straßenbahn, und bessere Anbindung der äußeren Grätzel ein.

Mein Herzensanliegen ist der Naturschutz, daher bin ich auch Mitglied im Umweltausschuss sowie Botschafterin für den Biosphärenpark Wienerwald. Die vielen Grünräume in Währing bieten soziale Freiräume für Menschen und sind wichtige Klimaregulatoren. Sie sind aber auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen – diesen Aspekt will ich noch stärker ins Bewusstsein rücken.

Guido Schwarz, Bezirksrat, Nahversorgungsbeauftragter

Guido Schwarz, Bezirksrat, Nahversorgungsbeauftragter

Bei einer funktionierenden Nahversorgung habe ich alles in Gehdistanz, was für ein gutes Leben notwendig ist: Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Gesundheitsversorgung – aber auch Arbeit und Freizeitgestaltung. Das zu fördern ist mir ein großes Anliegen und daher bringe ich Menschen zusammen, organisiere Veranstaltungen und helfe neuen Betrieben im Bezirk Fuß zu fassen.

Als Unternehmer ist mein Ziel das gut funktionierende, lebendige und vielfältige Grätzl, in dem vor allem die Rahmenbedingungen für die zahlreichen EPU und KMU attraktiv sind. Dort kennen sich die Menschen, leben mit- und voneinander und es gibt auch für die Menschen am Rand unserer Gesellschaft einen guten Platz.

Meri Disoski, Bezirksrätin

Meri Disoski, Bezirksrätin

Währing ist ein kulturell und sprachlich vielfältiger Bezirk: Jede fünfte Währingerin, jeder fünfte Währinger hat einen so genannten Migrationshintergrund. Vielfalt ist Normalität in Währing. Ich möchte diese Vielfalt im Bezirk noch stärker sichtbar machen. Und mich für ein faires Wahlrecht einsetzen weil ich davon überzeugt bin, dass es demokratiepolitisch höchst bedenklich ist, wenn 350.000 WienerInnen nicht wählen und ihre Stadt damit nicht mitgestalten dürfen. Ein besonderes Anliegen ist mir außerdem der Jüdische Friedhof in Währing.

Martin Rotter, Bezirksrat, Vorsitz Mobilitätskommission

Martin Rotter, Bezirksrat, Vorsitz Mobilitätskommission

Viele Großstädte entwickeln sich derzeit in Richtung weniger Autoverkehr und mehr Raum für Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr. Das hebt die Aufenthalts- und Lebensqualität in den Gräzeln und stärkt Nahversorung sowie Geschäftstraßen. Auch Wien setzt Impulse in diese Richtung, wie die Beispiele Mariahilferstraße, Parkraumbewirtschaftung und radfahrfreundliche Straßen zeigen.
Die Währinger Verkehrspolitik hinkte hier lange hinterher – der Autoverkehr galt noch bis zur letzten Wahl als einzige Form der Mobilität und dominierte weite Teile des Bezirks. Nun freu ich mich, dass ich mithelfen kann, die Währinger Verkehrspolitik „grüner“ zu machen, damit öffentlicher Raum aufgewertet und Fußgeher_innen, Rad- und Öffifahrer_innen mehr Berücksichtigung finden.

Clarissa Böck, Bezirksrätin, Sucht- und Drogenbeauftragte

Clarissa Böck, Bezirksrätin, Sucht- und Drogenbeauftragte

Mir ist wichtig, dass es in Währing Raum für viele verschiedene Menschen und ihre Bedürfnisse gibt – leistbare Wohnungen, Plätze und Straßen zum Erleben und Verweilen und so viel grün wie möglich. Die soziale Nachhaltigkeit unserer Entscheidungen liegt mir dabei besonders am Herzen, umso mehr freue ich mich auf die Arbeit für ein lebendigeres Kreuzgassenviertel und die Umsetzung der Lokalen Agenda 21 im Bezirk. Denn ein „grünes“ Währing bedeutet für mich auch, dass gewohnte Strukturen hinterfragt werden und veränderbar sind.